Dani Dayan ist am Sonntag zum neuen Direktor der weltweit renommierten Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ernannt worden.
ARCHIV - Dani Dayan spricht während eines Interviews mit der Nachrichtenagentur Associated Press. Dayan, der frühere Chef einer Dachorganisation jüdischer Siedler, ist am Sonntag zum neuen Direktor der weltweit renommierten Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ernannt worden. Foto: Sebastian Scheiner/AP/dpa
ARCHIV - Dani Dayan spricht während eines Interviews mit der Nachrichtenagentur Associated Press. Dayan, der frühere Chef einer Dachorganisation jüdischer Siedler, ist am Sonntag zum neuen Direktor der weltweit renommierten Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ernannt worden. Foto: Sebastian Scheiner/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Sebastian Scheiner

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein neuer Direktor für die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wurde bestimmt.
  • Dani Dayan wird das Amt übernehmen.

Dani Dayan (65) übernimmt das Amt von Avner Schalev (82), der nach 27 Jahren in den Ruhestand gegangen war. Der 65 Jahre alte Diplomat war zuletzt israelischer Generalkonsul in New York.

Um die Nachfolge hatte es in der israelischen Politik einige Kontroversen gegeben. Die Vorgängerregierung des langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu hatte einen Kandidaten ins Gespräch gebracht, der wegen rassistischer Äusserungen umstritten war.

Yad Vashem wird pro Jahr von etwa einer Million Menschen besucht. Dort wird an die sechs Millionen von den Nazis und Helfershelfern ermordeten Juden erinnert. Zudem wird Menschen gedacht, die während des Holocaust ihr Leben riskierten, um Juden zu retten.

Die Erinnerung an den Holocaust ist eine «Mission» der Menschheit

Dayan bezeichnete seine neue Aufgabe als «Mission». «Auf unseren Schultern liegt die Verantwortung zu forschen und Bildung zu betreiben, tatsachenbasierte historische Wahrheiten über den Holocaust zu bewerten. Alle Formen der Verzerrung abzuwehren, um die Erinnerung an die Schoah zu hüten. Mir müssen sicherzustellen, dass sich das jüdische Volk und die Menschheit für immer an dieses Ereignis erinnern.»

Mit zunehmendem zeitlichen Abstand zur Nazi-Zeit werde diese Arbeit immer herausfordernder, aber auch umso wichtiger.