Ein neues Familienmitglied stresst viele Hunde. Nicht immer zeigen sie das unmittelbar. Schnappen sie aus dem Affekt nach Babys oder Kleinkindern, wird es gefährlich.
So lieb ein Hund auch sein mag, schnappt er im Affekt zu, kann es für Kinder gefährlich werden.
So lieb ein Hund auch sein mag, schnappt er im Affekt zu, kann es für Kinder gefährlich werden. - Christin Klose/dpa-tmn
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Das Wichtigste in Kürze

  • Kleine Kinder sollten niemals mit Hunden allein gelassen werden.

Auch wenn es sich um den bekannten Familienhund handelt. Denn Kinder unter sechs Jahren werden besonders oft Opfer von Beissvorfällen. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Je kleiner die Kinder, desto grösser die Gefahr. Neugeborene und Säuglinge mischen die Familienrangordnung auf – der Hund kann ihnen gegenüber Dominanzverhalten entwickeln und dann zuschnappen. Auch aus Schreck über plötzliches Schreien entstehen Beissvorfälle. Wachsen Kinder aus dem Säuglingsalter heraus und werden mobil, kann ihnen das ungestüme und unerfahrene Verhalten zum Verhängnis werden.

Die Folgen können dramatisch sein. «Ein Hund kann den dünnen Schädel eines Säuglings leicht durchdringen», erklärt Kinderarzt Ulrich Fegeler. Es kommt zu Gewebeschädigungen und zu von aussen nicht erkennbaren Quetschungen. Hunde können durch Bisse ausserdem Keime übertragen, die Infektionen verursachen.

Der dringende Rat des Kinderarztes: Kommt es zu einem Biss, sollten Eltern sich nach dem Impfstatus des Hundes erkundigen und einen Kinderarzt aufsuchen. Dieser kann die Wunde beurteilen und professionell reinigen.

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