Unser östlicher Nachbar ist knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Die Investitionen in den Hochwasserschutz hätten sich gelohnt.
Sandsäcke
Sandsäcke liegen vor dem Eingang eines Ladens. - sda - Keystone/APA/Barbara Gindl

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Rückhaltebecken in Salzburg seien randvoll gewesen.
  • 750 Millionen Euro hat Österreich seit 2005 in den Hochwasserschutz investiert,

Österreich ist nur haarscharf an einer grösseren Katastrophe während des Hochwassers vom Wochenende vorbeigeschrammt. Die Rückhaltebecken im Bundesland Salzburg seien randvoll gewesen, jeder weitere Regen hätte sie überlaufen lassen, zog Landesminister Josef Schwaiger am Dienstag eine vorläufige Bilanz.

Das seit dem letzten Hochwasser 2005 entlang der Salzach investierte Geld von 750 Millionen Euro in Schutzmassnahmen habe sich voll ausgezahlt, hiess es.

Kurz sichert schnelle Hilfe zu

Beim Hochwasser 2005 seien zum Beispiel im Raum Mittersill rund 1000 Liegenschaften in Mitleidenschaft gezogen worden, nun seien es nur ein paar Dutzend. Eine weitere Erhöhung der Dämme sei aber rein technisch nicht mehr möglich.

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Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. - keystone

Bundeskanzler Sebastian Kurz sicherte den Betroffenen schnelle und unbürokratische Hilfe aus dem Katastrophenfonds zu. Für besondere Härtefälle sollen Sonderlösungen gefunden werden. Die Behörden gehen von einem Millionenschaden aus, genauere Schätzungen liegen nicht vor.

Das Hochwasser hatte nicht zuletzt den Ort Hallein bei Salzburg getroffen, wo sich vorübergehend eine Sturzflut durch die Strassen wälzte. Im Gegensatz zu anderen betroffenen Ländern wie Deutschland oder Belgien wurde in Österreich niemand ernsthaft verletzt oder gar getötet.

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