Nach den Schäden durch die Corona-Krise konnte der französische Versicherer Axa seinen Gewinn steigern. Neue Belastungen stehen jedoch bereits bevor.
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Das Logo des Versicherungskonzerns Axa. (Archiv) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Versicherer Axa konnte nach dem Coronavirus seinen Gewinn kräftig steigern.
  • Der Überschuss lag im ersten Halbjahr rund 180 Prozent höher als im Jahr zuvor.
  • Durch die Hochwasserkatastrophen stehen allerdings bereits neue Belastungen bevor.

Der französische Versicherer Axa hat seinen Gewinn ein Jahr nach den Schäden durch die Corona-Krise überraschend kräftig gesteigert. Mit knapp vier Milliarden Euro lag der Überschuss im ersten Halbjahr 180 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie die Muttergesellschaft von Axa Schweiz am Montag mitteilte. Damit schnitt Axa besser ab als von Experten erwartet.

Neue Belastungen stehen jedoch bevor: Für die Folgen der Hochwasserkatastrophe in Deutschland, Belgien und anderen Ländern muss der Konzern nach Schätzung des Managements vor Steuern mit rund 400 Millionen Euro geradestehen. Einen Teil des Geldes könnte Axa von Rückversicherern erstattet bekommen.

Im ersten Halbjahr 2020 hatten Versicherungsschäden infolge der Pandemie den Versicherer im Schaden- und Unfallgeschäft netto mit 1,5 Milliarden Euro belastet. Dass es nun besser lief, verdankte Axa auch gestiegenen Einnahmen. Der Umsatz - also vor allem die Prämieneinnahmen - stieg um drei Prozent auf knapp 53,9 Milliarden Euro. Alle Geschäftsbereiche und Regionen hätten bei Umsatz und bereinigtem Gewinn zugelegt, sagte Axa-Chef Thomas Buberl.

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