H&M

    H&M und Remondis wollen Textilien recyceln

    DPA
    DPA

    Schweden,

    Die schwedische Modekette H&M und der Entsorger Remondis aus Lünen haben ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Damit wollen sie gebrauchte und nicht länger getragene Kleidung recyceln.

    Die schwedische Modekette H&M will gebrauchte Kleidung recyceln.
    Die schwedische Modekette H&M will gebrauchte Kleidung recyceln. - Daniel Karmann/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Für das Recycling von Klamotten ziehen der Abfallkonzern Remondis und die schwedische Modekette H&M an einem Strang.

    Man habe das Gemeinschaftsunternehmen Looper Textile gegründet, um gebrauchte und nicht länger genutzte Textilien zu sammeln, zu sortieren und zu verkaufen, teilten das Entsorgungsunternehmen aus Lünen bei Dortmund und der Handelskonzern aus Stockholm mit.

    60 Prozent der nicht länger genutzten Textilien landeten derzeit in der EU direkt im Müll und nur 40 Prozent würden recycelt, sagte die Looper-Chefin Emily Bolon. Mit dem Bau von Infrastruktur und Lösungen zur Sammlung werde man in Sachen Kreislaufwirtschaft hoffentlich vorankommen. Die Firma setzt dabei auf neue Sortiertechnologien.

    Kritik von Greenpeace

    Umweltschützer sehen es grundsätzlich positiv, wenn Alttextilien besser recycelt werden als bisher. Viola Wohlgemuth von Greenpeace sieht die Gemeinschaftsfirma dennoch kritisch – aus ihrer Sicht ist H&M eine Fast-Fashion-Firma, die mit ihrem Geschäftsmodell schnelllebiger Klamotten wichtige Ressourcen verschwende. «Es geht bei dem Gemeinschaftsunternehmen im Kern nicht um Nachhaltigkeit, sondern darum, sich wertvoller werdende Textilien-Stoffströme zu sichern.»

    Wohlgemuth verwies auf eine EU-Strategie, die den Einsatz von recycelten Fasern forcieren soll – die Nachfrage hiernach werde also steigen, wovon H&M und Remondis mit dem Gemeinschaftsunternehmen profitieren wollten. Die Umweltschützerin fordert, Textilen nur noch so herzustellen, dass sie mit bestehender Technik wiederverwertet werden können und nicht wie bisher in Müllverbrennungsanlagen verbrannt oder als Abfall exportiert werden. «Dafür müssen sich H&M und die ganze Fast-Fashion-Branche dringend ändern.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    511 Interaktionen
    An Halloween
    Patrick Stewart
    19 Interaktionen
    Bekannt aus Star Trek

    MEHR IN NEWS

    Washington/Los Angeles
    5 Interaktionen
    St. Gallen
    klimwandel
    20 Interaktionen
    Klimawandel

    MEHR H&M

    h&m sakko hochzeitsrede
    9 Interaktionen
    Getragen zurück
    h&m
    99 Interaktionen
    «Gedroht»
    Helena Helmersson
    3 Interaktionen
    Helmersson
    a
    9 Interaktionen
    Kein Witz

    MEHR AUS SCHWEDEN

    asd
    5 Interaktionen
    Stockholm
    Volvo S69, Auto, grau
    28 Interaktionen
    Göteborg
    Regierungsbildung Magdalena Andersson
    9 Interaktionen
    Stockholm