Die deutsche Industriekonjunktur zieht wieder an und dem Münchner Ifo-Institut zufolge wirkt sich dies positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Jobverluste aus der Corona-Krise würden wieder aufgeholt.
Insbesondere Firmen im Maschinenbau wollen mehr Mitarbeiter beschäftigen. Foto: Marijan Murat/dpa
Insbesondere Firmen im Maschinenbau wollen mehr Mitarbeiter beschäftigen. Foto: Marijan Murat/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Erholung der Industrie gibt Hoffnung für den deutschen Arbeitsmarkt.

Das vom erhobene Beschäftigungsbarometer hat im April mit 98,3 Punkten den höchsten Wert seit Anfang 2020 erreicht wie die Wirtschaftsforscher mitteilten.

Ihre Kollegen vom Nürnberger IAB messen in ihrem veröffentlichten Arbeitsmarktbarometer sogar den höchsten Stand seit Mai 2019.

Der Arbeitsmarkt hole langsam Teile der Jobverluste aus der Coronakrise wieder auf, heisst es vom Ifo. «Der Boom in der Industrie spiegelt sich auch zunehmend im Einstellungsverhalten der Unternehmen wider. Insbesondere Firmen im Maschinenbau wollen mehr Mitarbeiter beschäftigen.» Erstmals seit mehr als zwei Jahren wollen demnach im Verarbeitenden Gewerbe wieder mehr Firmen Beschäftigung auf- als abbauen. Leicht positiv sind die Pläne auch im Dienstleistungssektor. Im Handel und am Bau halten sich die Unternehmen mit Auf- und Abbauplänen dagegen die Waage.

«Für den Arbeitsmarkt zeichnet sich ein Erholungskurs ab, aber die Entwicklung ist noch weit davon entfernt, was ohne Pandemie erreicht worden wäre», sagte Enzo Weber vom IAB. «Mit dem höheren Impftempo steigt die Hoffnung auf Entspannung in der Corona-Krise.» Dennoch blieben für die nächste Zeit Risiken durch die dritte Welle bestehen.

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