Grosser Waffenfund in Deutschland: Hauptangeklagter gesteht
Im Prozess um einen der grössten Kriegswaffenfunde der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland hat der Hauptangeklagte ein Geständnis abgelegt. Er habe in Polen 70 Maschinenpistolen des Modells Skorpion für rund 700 Euro pro Stück gekauft, räumte der 60-Jährige ein.

Dem Geständnis war ein Rechtsgespräch mit einer Strafabsprache vorangegangen: Er kann mit einer Haftstrafe zwischen sechs und sieben Jahren rechnen. Plädoyers und Urteil sind für den 30. Oktober geplant. Unter der Autowerkstatt des 60-Jährigen in Remscheid (Nordrhein-Westfalen) waren vor einem Jahr vier versteckte Waffenkammern gefunden worden, gefüllt mit Kriegswaffen wie Maschinenpistolen.
Zuvor waren zwei Mitangeklagte als Kriegswaffenhändler zu zweieinhalb und dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten bereits gestanden, bei dem Hauptangeklagten Maschinenpistolen für rund 2.000 Euro pro Stück sowie Munition gekauft zu haben.
Der Hauptangeklagte, ein 60 Jahre alter Kfz-Meister, hatte sich auf ein erstes Angebot des Gerichts, bei einem Geständnis maximal acht Jahre Haft gegen ihn zu verhängen, nicht eingelassen.
Der Fund des geheimen Waffenarsenals hinter einer Art privatem Waffenmuseum hatte im Oktober vergangenen Jahres deutschlandweit für Furore gesorgt. Es gab in dem Gebäude Geheimtüren, hinter Zwischenwänden versteckte Räume, verborgene Schliessmechanismen und sogar Munition im Hohlraum eines Türrahmens.
Bei den Durchsuchungen in Remscheid hatten die Polizisten am Ende rund 300 scharfe Schusswaffen sichergestellt – darunter 125 Maschinengewehre, 67 Maschinenpistolen, 51 Pistolen, 32 Langwaffen, Präzisionsgewehre, 11 Revolver und 13 Panzerabwehrwaffen, 38 Handgranaten sowie fast 100.000 Schuss Munition.










