Grosse Mehrheit gegen Reparationen für Polen und Griechenland

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    Deutschland,

    Die Forderungen aus Polen und Griechenland nach Reparationen für Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg stossen in Deutschland auf breite Ablehnung.

    Deutsche Fallschirmjäger: Im Mai 1941 begann das deutsche Luftlandeunternehmen "Merkur" mit der Eroberung der strategisch wichtigen griechischen Insel Kreta. Foto: Archiv
    Deutsche Fallschirmjäger: Im Mai 1941 begann das deutsche Luftlandeunternehmen "Merkur" mit der Eroberung der strategisch wichtigen griechischen Insel Kreta. Foto: Archiv - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • An diesem Sonntag jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkriegs mit dem Überfall auf Polen zum 80.

    Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur stützen 68 Prozent der Bürger die Position der Bundesregierung, dass das Thema politisch und juristisch abgeschlossen sei. Nur 7 Prozent sind für Verhandlungen mit den beiden Ländern. 11 Prozent meinen, ein internationales Gericht sollte über neue Entschädigungszahlungen entscheiden.

    Für die Bundesregierung ist das Thema mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag über die aussenpolitischen Folgen der deutschen Einheit von 1990 rechtlich und politisch abgeschlossen. In dem Vertrag zwischen der Bundesrepublik, der DDR und den vier ehemaligen Besatzungsmächten USA, Sowjetunion, Frankreich und Grossbritannien sind Reparationen allerdings nicht ausdrücklich erwähnt. Ausserdem waren zahlreiche von Nazi-Deutschland angegriffene und besetzte Staaten wie Griechenland und Polen an den Verhandlungen darüber nicht beteiligt.

    An diesem Sonntag jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkriegs mit dem Überfall auf Polen zum 80. Mal. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird an den Gedenkfeiern in Polen teilnehmen. Griechenland hat die Bundesregierung im Juni formell zu Verhandlungen über weitere Entschädigungszahlungen für Kriegsschäden aufgefordert.

    Einem griechischen Parlamentsgutachten zufolge geht es um bis zu 289 Milliarden Euro. Aus Polen kommen ebenfalls Reparationsforderungen. Eine Parlamentskommission will in Kürze eine Untersuchung zu den Kriegsschäden vorlegen.

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