Während Hitzewelle: Schweiz schwitzt – Ventilatoren sind ausverkauft
Der Markt ist «leergefegt», die Hersteller kommen nicht nach – wer jetzt noch keinen Ventilator hat, kommt diesen Sommer so richtig ins Schwitzen!

Das Wichtigste in Kürze
- Seit anderthalb Wochen ächzt die Schweiz unter einer Hitzewelle – Rekorde wurden geknackt.
- Viele Schweizer setzen während der glühenden Hitze auf einen Ventilator.
- Doch wer noch keinen hat, für den wird's schwer. Viele sind bereits ausverkauft.
- Bei den Verkäufern und Online-Händler klingelt die Kasse – die Nachfrage ist hoch wie nie.
Die Schweiz schwitzt – und zwar so richtig. Mit den Temperaturen schiesst auch die Nachfrage nach Ventilatoren und Klimageräten durch die Decke.
Wer sich den kühlenden Helfer nicht schon vor der Hitzewelle gesichert hat, schaut jetzt vielerorts in die Röhre.
Ob fürs Büro, das Schlafzimmer oder die aufgeheizte Dachwohnung: Ventilatoren sind momentan gefragter denn je – und in zahlreichen Geschäften sowie bei Online-Händlern bereits restlos ausverkauft.
60 Prozent mehr verkauft als letztes Jahr
Beim Online-Händler Digitec Galaxus läuft das Sommergeschäft auf Hochtouren. Obwohl ein Jahresvergleich erst Ende des Sommers wirklich aussagekräftig sei, zeichnet sich schon jetzt «ein deutliches Plus» ab.
Mediensprecher Daniel Borchers erklärt auf Anfrage von Nau.ch den heutigen Stand: «Wir sehen aktuell ein Verkaufsplus von 69 Prozent im Vorjahresvergleich.»
Bei den Kassenschlagern wird es inzwischen eng: «Die Topseller haben bereits nicht mehr die beste Verfügbarkeit.»
Vier Wochen warten auf Abkühlung
Nachschub ist zwar bestellt – doch Geduld ist gefragt: «Vom aktuellen Topseller haben wir bereits eine grössere Menge neu bestellt.»
Wer jetzt dringend einen braucht, müsse sich allerdings bis Ende Juli gedulden: «Wer heute ordert, erhält das Gerät zwischen dem 20. und dem 25. Juli», so der Mediensprecher.
Nicht nur Ventilatoren boomen.
Auch Klimageräte gehen weg wie warme Weggli: «Über den gesamten Zeitraum vom 1. Januar bis und mit 22. Juni stiegen die Verkäufe um knapp 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.»
«Nachfrage explodierte»
Auch beim Online-Händler Brack ist der Run enorm. Mediensprecher Lukas Keller verrät auf Anfrage, dass die Nachfrage zu Beginn der Hitzewelle noch verhalten gewesen sei.
Doch dann schlugen die Bestellungen ein: «Als im Verlauf dieser Woche ein Grossteil der Klimageräte ausverkauft war, explodierte auch die Nachfrage nach Ventilatoren.»
Das Resultat: «Die Nachfrage ist rund 2,5-mal höher als im gleichen Zeitraum im letzten Jahr.»
Zu spät dran?
Für Spätentschlossene wird die Luft dünn. Ein Grossteil der Ventilatoren sei nämlich inzwischen bereits ausverkauft: «Einzelne Modelle sind noch ab Lager lieferbar. Klimageräte sind komplett ausverkauft.»

Die anhaltende Hitze habe alle Erwartungen gesprengt: «Die aktuell sehr hohen und langanhaltenden Temperaturen haben zu einem enormen Ansturm geführt, der alle Erfahrungswerte übertrifft.»
«Restlos ausverkauft»
Der Mediensprecher sagt: «Wir haben deutlich mehr Produkte eingekauft als im Vorjahr und waren nun trotzdem innert wenigen Tagen fast restlos ausverkauft.»
Besonders bitter für Hitzeleidende: «Mobile Klimageräte und Luftkühler sind aktuell restlos ausverkauft.»
Und Nachschub? Der lässt auf sich warten.
«Bei bestimmten Modellen erwarten wir noch Lieferungen. Aber die Nachbestellung ist schwierig, weil der Markt insgesamt leergefegt ist und die Hersteller mit der Produktion nicht nachkommen.»
Mediamarkt verkauft fast zehnmal mehr
Auch bei Mediamarkt klingeln die Kassen. Gegenüber Nau.ch heisst es: «Im Vergleich zur Vorwoche liegen die Verkäufe aktuell bei rund 863 Prozent über dem Durchschnitt.»
Verglichen mit dem Vorjahr fällt das Plus ebenfalls gewaltig aus: «Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres liegen die Verkäufe bei MediaMarkt Schweiz aktuell um rund 297 Prozent höher.»
Lieferschwierigkeiten nicht ausgeschlossen
Noch seien genügend Geräte verfügbar. Doch das könnte sich rasch ändern, so Mediamarkt: «Sollte die Hitzewelle länger anhalten, können Lieferengpässe bei besonders stark nachgefragten Modellen nicht ausgeschlossen werden.»
Auch bei Fust müssen Kunden teilweise Geduld mitbringen. Medienverantwortliche Samira Senn sagt: «Bei besonders beliebten Modellen kann es vereinzelt zu Lieferengpässen kommen.»















