Griechenland: Lösch-Helis crashen – Pilot Andrew überlebt
Andrew Hutchinson (48) überlebte in Griechenland einen Löschhelikopter-Crash, bei dem zwei Menschen starben – nach einer Kollision in der Luft.
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Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Löschhelikopter kollidierten in der Luft nahe Athen, zwei Menschen kamen ums Leben.
- Pilot Andrew Hutchinson (48) rettete sich und einen Kollegen per Autorotation.
- Griechenlands Premier Mitsotakis hatte zuvor vor starkem Wind bei Löschflügen gewarnt.
Der britische Pilot Andrew Hutchinson (48) hat die dramatische Helikopter-Kollision bei den Waldbränden in Griechenland überlebt. Zwei Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Der Crash ereignete sich in der Region Psatha in Attika, rund 68 Kilometer westlich von Athen.
Hutchinson war mit seinem Helikopter im Löscheinsatz, als die Rotoren seiner Maschine mit denen eines anderen Fluggeräts zusammenstiessen. Aufnahmen zeigen, wie sich ein Helikopter langsam dem anderen nähert – dann kollidieren die Rotorblätter. Die Maschine geht in Flammen auf und stürzt in eine Schlucht.
Bei dem Absturz starben ein dänischer Pilot und ein griechischer Verbindungsoffizier der Feuerwehr. Beide Helikopter, Modelle des US-Herstellers Bell, waren zuvor vom Militärflughafen Elefsina gestartet.
Hutchinson konnte Helikopter ohne Rotoren landen
Hutchinson und der griechische Feuerwehrkoordinator an Bord konnten die Maschine nach eigenen Angaben verlassen, bevor sie explodierte. Sein Onkel Michael Hutchinson (74) nannte das Überleben seines Neffen gegenüber der «Times» «wie ein Wunder» – nicht viele Piloten hätten einen Helikopter ohne Rotoren landen können.
Der Neffe habe sich in einem Waldstück schwer beschädigt zu Boden gebracht und sei rechtzeitig herausgekommen, sein Handy sei dabei völlig verbrannt. Sein Onkel erinnerte sich zudem an einen früheren Flug, bei dem Hutchinson eine Autorotation demonstriert habe – eine Landung ohne Triebwerksleistung.

Er sei «ein wirklich vorsichtiger Typ», der genau wisse, was er tue, so der Onkel weiter. Hutchinson, Vater von drei Kindern, stammt aus einer Landwirtschaftsfamilie in Northallerton in Yorkshire und brachte sich das Fliegen selbst bei. Als erfahrener Löschpilot war er zuvor unter anderem in Wales und mehrfach in Australien im Einsatz.
Seine Frau Dawn und die gemeinsamen Kinder reisten nach dem Unfall nach Athen. Hutchinson wird derzeit an der Wirbelsäule mit Platten und Schrauben versorgt und soll in Kürze zurück nach Grossbritannien fliegen.
Bereits fünf Tote bei Waldbränden in Griechenland
Der Absturz erhöhte die Zahl der Todesopfer der griechischen Waldbrände auf fünf, nachdem zuvor bereits drei Feuerwehrleute auf Kreta und im Peloponnes gestorben waren.
Hunderte Einsatzkräfte kämpften zum Zeitpunkt des Unglücks nahe Porto Germeno gegen von starkem Wind angefachte Flammen. Böen von über 73 km/h erschwerten die Löscharbeiten erheblich.
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte kurz vor dem Absturz öffentlich gewarnt, dass Löschflugzeuge bei derart starkem Wind nicht sicher operieren könnten. Nach dem Unglück äusserte er sein Beileid für die Familien der beiden getöteten Einsatzkräfte.





















