Air Zermatt fliegt Meitli samt Rechen am Fuss ins Spital
Beim Spielen tritt ein Mädchen im Wallis auf einen Rechen. Der Transport mit der Air Zermatt ins Spital ist eine Herausforderung.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Air Zermatt wird in einer SRF-Serie zu einer 12-jährigen Patientin gerufen.
- Sie ist auf einen Rechen getreten und steckt in einer heiklen Situation.
- Gerade im Herbst ist Vorsicht geboten.
Tapfer wartet die 12-jährige Amélie auf das Eintreffen der Air Zermatt. Im Bikini sitzt sie an diesem heissen Sonntag auf der Wiese vor dem Haus ihrer Grosseltern. Auf den ersten Blick würde niemand denken, dass das Mädchen in einer heiklen und schmerzhaften Situation steckt.
Der grosse Zeh ihres rechten Fusses ist verletzt. Konkret: Die Zinke eines Rechens durchbohrt ihn. Amélie ist deshalb buchstäblich an den Rechen gefesselt.
Die Szene stammt aus der Serie «SRF bi de Lüt – im Einsatz». In die unfassbare Situation kam das Mädchen beim Spielen in Schlappen: Dabei trat sie ausgerechnet auf die Zinken des Rechens.
«Es kribbelt ein bisschen»
«Hast du Schmerzen?», fragt einer der beiden Rettungssanitäter die Patientin. «Ein bisschen», antwortet sie. «Es kribbelt ein bisschen», bezeichnet sie das Gefühl in ihrem Zeh.
Sanitäter Benjamin Hischier gibt dem Mädchen eine Spritze gegen die Schmerzen. Danach geht es um den Transport in den Helikopter. Doch dies gestaltet sich schwierig: Samt Rechenstiel passt die Patientin nicht in den Helikopter.
Der andere Sanitäter muss zur Säge greifen.
«Sie war extrem tapfer»
Vorsichtig sägt der Sanitäter den Stil des gefährlichen Gartenwerkzeugs ab. Danach stabilisiert er ihren Fuss mit einer Schiene und einem Verband. Samt Rechen am Fuss fliegt die Air Zermatt die Patientin ins Spital nach Visp.
«Sie war extrem tapfer», lobt Rettungssanitäter Benjamin Hischier die junge Patientin in der Sendung. «Andere, könnte ich mir vorstellen, schreien nur noch wie am Spiess.»
Wie oft die Air Zermatt wegen Unfällen mit Gartenwerkzeug ausrückt, ist unklar. Ihre Statistiken hat die Fluggesellschaft nicht entsprechend aufgeschlüsselt.
Ähnlicher Fall in Deutschland
Ein ähnlicher Fall ereignete sich 2019 in Nordrhein-Westfalen. Eine Frau trat bei Gartenarbeiten auf den Rechen. Dabei bohrte sich einer der langen Zinken tief in ihren Fuss.
«An ein Herausziehen war nicht zu denken», schrieb der «Soester-Anzeiger». «Ebenso wenig an einen Transport des Unfallopfers mit dem Metallteil im Fuss und dem langen Stiel daran.»
Die Feuerwehrleute montierten den Stiel ab und zerlegten das Metallteil in seine Einzelteile. Mit dem Zinken im Fuss konnte die Patientin ins Spital gebracht werden.
Laut der Unfallversicherung Suva verunfallen im Schnitt jedes Jahr rund 190'000 Personen in Haus und Garten. Die Suva warnt vor herumliegendem Werkzeug und Material.
Auch gerade im Herbst ist Vorsicht geboten: Wer zum Gartenrechen greift, um Laub zu rechen, sollte dies besser nicht in Hausschuhen tun.


















