Griechenland:Mehr als 10'000 Hektar zerstört – Heli-Piloten tot

Keystone-SDA
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Griechenland,

Die schweren Waldbrände in Griechenland haben zwei weitere Menschenleben gefordert.

Helikopter
Beim Kampf gegen Waldbrände sind in Griechenland zwei Löschhelikopter miteinander kollidiert. - Facebook / Forecast Weather Greece

Das Wichtigste in Kürze

  • In Griechenland sind am Sonntag zwei Löschheli-Piloten ums Leben gekommen.
  • Derweil dauert der Kampf gegen die Flammen in dem Land weiter an.
  • In Spanien hat sich die Lage dagegen deutlich entspannt.
  • Auch in Frankreich bleibt die Situation trotz einiger neuer Feuer stabil.

Nach Angaben der Behörden kamen am Sonntag der Pilot und der Copilot eines Löschhelikopter ums Leben, der während eines Einsatzes westlich von Athen nach einem Zusammenstoss mit einem zweiten Helikopter abstürzte. Mit dem Helikopter-Unglück stieg die Zahl der Todesopfer der Brände in Griechenland auf fünf. Bereits in der vergangenen Woche waren auf Kreta und auf der Halbinsel Peloponnes drei Feuerwehrleute ums Leben gekommen.

Der staatliche Rundfunk ERT zeigte ein Video, das den Zusammenstoss der beiden Löschhelikopter zeigen soll. Darauf ist zu sehen, wie ein Helikopter den Rotor des anderen berührt. Kurz darauf explodiert einer der Helikopter und stürzt als Feuerball zu Boden. Die Leichen der beiden Piloten dieses Helikopters wurden später gefunden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Der Pilot stammte aus Dänemark. Der Copilot war Grieche.

Der Pilot des anderen am Unglück beteiligten Helikopters konnte nach dem Zusammenstoss eine Notlandung durchführen. Beide Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall, berichtete der griechische Rundfunk.

Der grosse Waldbrand westlich von Athen ist weiterhin ausser Kontrolle. Die Flammen haben sich bis auf wenige Kilometer der Stadt Megara mit rund 36'000 Einwohnern ausgebreitet. Nach ersten Schätzungen wurden allein in dieser Region mehr als 10'000 Hektar Wald zerstört. Zahlreiche Nutz- und Wildtiere verendeten. Zudem wurden Häuser, Ställe und landwirtschaftlich genutzte Flächen ein Raub der Flammen.

Wenig Wind aber keine Entwarnung

Für Montag erwartet der griechische Wetterdienst landesweit nachlassende Winde. Entwarnung könne dennoch nicht gegeben werden, betonte der Zivilschutz. Vor allem in der Region rund um Athen bleibt die Waldbrandgefahr sehr hoch.

Feuerwehr, Armee und Zivilschutz legen mit schwerem Gerät Brandschneisen an, um den Vormarsch der Flammen vor allem im dicht bewaldeten Kitheron-Gebirge westlich von Athen aufzuhalten. Die Löscharbeiten werden durch die ausgetrocknete Vegetation und das unwegsame Gelände erheblich erschwert. Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte auch von Feuerwehrleuten aus Frankreich und Rumänien.

Griechenland Feuer
Die Feuer in Griechenland sind noch nicht unter Kontrolle. Schon jetzt wurden mehr als 10'000 Hektaren Wald zerstört. - Keystone

Als mögliche Ursache des Grossbrandes im Westen Athens gelten Funken an Stromleitungen eines privaten Windpark-Netzes. Die Leitungen sollen durch starken Wind ins Schwingen geraten sein. In diesem Zusammenhang wurden zwei Menschen festgenommen.

Deutsche Spezialeinheit in Spanien im Einsatz

In Spanien ist seit dem Wochenende eine Spezialeinheit aus Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Die mehr als 50 Feuerwehrleute unterstützen ihre spanischen Kollegen beim Kampf gegen Waldbrände in der nordwestlichen Region Kastilien-León. Derzeit seien die Einsatzkräfte damit beschäftigt, Glutnester aufzuspüren und abzulöschen, teilte Sprecher Frank Frenser von der Feuerwehr Bonn mit.

Spanien Waldbrand
Die Lage in Spanien hat sich deutlich entspannt, trotzdem kämpfen die Feuerwehren weiter gegen Waldbrände. - Keystone

Im Vergleich zu den vergangenen Wochen hat sich aber die Lage deutlich entspannt. Landesweit waren am Wochenende nach Angaben eines spanischen Waldbrandportals mehr als 40 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv, die meisten davon in den Regionen Kastilien und León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha.

Neuer Waldbrand in Frankreich

Im Süden Frankreichs brach am Sonntag ein neuer Waldbrand nahe der Stadt Carcassonne aus. Das Feuer betraf der Präfektur zufolge nach wenigen Stunden 100 Hektar, Löschflugzeuge waren im Einsatz. Ausgelöst wurde es durch einen brennenden Wagen auf der Autobahn, wie Medien unter Berufung auf die Feuerwehr berichteten. Laut Präfektur wurden etwa 100 Menschen in der Gemeinde Cazilhac vorsorglich evakuiert, auch an Raststätten fanden demnach Evakuierungen statt.

An der französischen Atlantikküste, wo der massivste Waldbrand der Saison gewütet hatte, dürfen am Montag dagegen nun auch Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Ferienorte Lège-Cap-Ferret und Le Porge wieder zurückkehren. Dies gelte jedoch nicht für Campingplätze, teilte die Präfektur in Bordeaux am Abend mit.

Frankreich Waldbrand
Auch in Frankreich bleibt die Situation trotz einiger neuer Feuer stabil. - Keystone

Darüber hinaus wurden auch im südfranzösischen Département Var, wo sich vor drei Tagen ein wieder aufgeflammter Brand rasch ausgebreitet hatte, Evakuierungsmassnahmen und Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Dennoch bestehe das Risiko eines Wiederaufflammens nach wie vor, insbesondere aufgrund der Winde, warnte die Präfektur. 41 Häuser seien durch die Flammen zerstört worden, hiess es in Medienberichten unter Berufung auf die Präfektur.

Kommentare

User #3898 (nicht angemeldet)

Gibt es nicht die Moeglichkeit Wolkenbildung zu foerdern? An der Meereskueste zum beispiel? Mit Kamin effekten zum beispiel ?

Luxy-1

Wie konnte es passieren, dass die Zwei ineinander rein geflogen sind? Mit der heutigen Tehniksollte es Das nicht geben dürfen.

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