Strafe

    Fisch zu frisch: Griechische Steuerfahnder verhängen Strafe

    Keystone-SDA
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    Griechenland,

    Steuerprüfer haben einem Gastro-Betrieb auf der griechischen Insel Syros 500 Euro (473 Franken) Strafe aufgebrummt, weil sein Fisch zu frisch gewesen ist.

    Fisch
    Ein Gastro-Betrieb auf der griechischen Insel Syros erhielt eine Strafe, weil sein Fisch zu frisch gewesen ist. - keystone

    Die Beamten hatten einem Bericht der Zeitung «To Proto Thema» zufolge 3,5 Kilogramm Zackenbarsch unter die Lupe genommen, die im Kühlraum des Betriebs lagerten. Ihre Entscheidung, dass der Fisch zu frisch sei, um zu einem bereits sieben Tage alten Kassenbeleg des Einkaufs passen zu können, begründeten sie mit der Totenstarre und dem Zustand der Augen des Zackenbarsches.

    Gegen das Bussgeld erhob der Betroffene Einspruch und erhielt nun Recht, wie es in dem Bericht weiter hiess. Demnach entschied die Direktion für Streitbeilegung der griechischen Steuerverwaltung (DED), dass die Prüfer keine ausreichenden objektiven oder wissenschaftlichen Belege dafür vorgelegt hätten, dass der Fisch aus einem späteren Einkauf stamme. Dadurch sei kein Steuerverstoss belegt – die Strafe wurde aufgehoben.

    Frischer Fisch lässt sich unter anderem an klaren, glänzenden und leicht gewölbten Augen erkennen. Je älter der Fang, desto trüber und eingesunkener sind die Glubscher. Die hohe Qualität seiner Fische wäre dem Tavernenbesitzer also fast zum Verhängnis geworden.

    In Griechenland geht die Steuerbehörde (AADE) in den vergangenen Jahren sehr streng gegen Verstösse vor. Nach eigenen Angaben der Behörde wurden dieses Jahr allein bis Ende Juli rund 2.250 Betriebe kontrolliert und über 13.000 Verstösse festgestellt. Die verhängten Geldbussen betrugen mehr als eine Million Euro. Geprüft wurde unter anderem auf den Inseln Paros, Korfu und Rhodos. Es geht dabei vornehmlich um Rechnungen, die korrekt, falsch oder womöglich gar nicht ausgestellt werden – gleichgültig, ob in Tavernen, Bars und Cafés oder auf Ausflugsbooten.

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    Kommentare

    User #6236 (nicht angemeldet)

    Wenn der Staat Geld braucht, findet er überall etwas. Mir hat mal ein Bauamtchef gesagt, "wenn ich will finde ich überall etwas". Ich meinte nur, viel Spass beim Suchen, habe dies als Drohung empfunden und ihn bei der Gemeinde angezeigt.

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