Klimaaktivistin Greta Thunberg demonstriert vorerst wieder im Internet statt unter freiem Himmel. Grund dafür sind die neuen Corona-Massgaben für Stockholm,
Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg ruft die Staats- und Regierungschefs der EU vor deren Gipfeltreffen zu maximalem Einsatz für den Klimaschutz auf. (Archivbild)
Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg ruft die Staats- und Regierungschefs der EU vor deren Gipfeltreffen zu maximalem Einsatz für den Klimaschutz auf. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/Jessica Gow
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Das Wichtigste in Kürze

  • Greta Thunberg verlegt ihren Klimastreik wieder ins Netz.
  • Auch in Schweden verschärft sich die Corona-Situation.
  • Seit dem Sommer 2018 demonstriert Thunberg immer freitags eigentlich vor dem Reichstag.

Weil sich die Situation verschlechtere, gehe sie wieder zurück in den Online-Streik, schrieb Thunberg am Freitag auf Twitter.

Dazu stellte sie ein Bild, das sie zu Hause in Stockholm mit ihrem berühmt gewordenen Protestschild mit der Aufschrift «Skolstrejk för klimatet» (Schulstreik fürs Klima) zeigte.

Grund dafür sind die neuen Corona-Massgaben für Stockholm und weitere Regionen in Schweden, die die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten veröffentlicht hat.

Seit dem Sommer 2018 demonstriert Thunberg immer freitags eigentlich vor dem Reichstag in Stockholm für einen stärkeren Kampf gegen die Klimakrise.

Nach dem Beginn der Corona-Krise war sie im Frühjahr 2020 aber relativ zügig ins Internet ausgewichen, wo sie in den sozialen Netzwerken mehr Klimaschutz einfordert und Beiträge von Mitstreitern in aller Welt teilt.

Ende August war sie zum Protest vor das schwedische Parlament zurückgekehrt - mit Maske und ausreichend Abstand zu den Mitdemonstranten. Damit ist nun erst einmal Schluss.

Schweden mit Sonderweg

Schweden hat im Kampf gegen Corona einen Sonderweg mit relativ freizügigen Massnahmen gewählt. Vereinzelte Beschränkungen gelten aber auch dort. Die Bevölkerung wird zudem dazu aufgerufen, mit einem auf Vernunft basierenden Verhalten gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorzugehen.

Weil die schwedischen Infektionszahlen in den vergangenen Tagen erheblich gestiegen sind, wurden zuletzt allgemeine Empfehlungen für eine Reihe von Regionen ausgegeben, darunter am Donnerstag auch für die Menschen in Stockholm.

In diesen Regionen werden die Schweden unter anderem dazu aufgefordert, Kontakt mit Personen aus anderen Haushalten ebenso zu meiden wie den öffentlichen Nahverkehr und Veranstaltungen wie Konzerte.

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