Goldpreis klettert immer weiter - Jahresplus bei 22 Prozent
Die Goldrally geht mit hohem Tempo weiter. Nachdem Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Dollar den Goldpreis am späten Dienstagabend auf ein weiteres Rekordhoch getrieben hatten, zog die Notierung am Mittwoch weiter an.

Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) stieg im frühen Handel um bis zu rund 1,6 Prozent auf 5265 US-Dollar. Damit steuert das Edelmetall den achten Tag mit Gewinnen in Folge an. Ein Kilo Gold verteuerte sich um 2,1 Prozent auf 129'458 Franken.
Allein in den zurückliegenden eineinhalb Wochen kletterte der Kurs um fast 700 Dollar oder knapp 15 Prozent. Seit Ende 2025 schoss der Goldpreis gar um rund 22 Prozent hoch, nachdem er im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war. In Franken war der Anstieg etwas geringer. Das Kilo Gold verteuerte sich seit Anfang Jahr um knapp 18 Prozent. Gold bleibt damit eine der gefragtesten Anlageklassen.
Trump hatte am Dienstagabend gesagt, dass er wegen der aktuellen Dollar-Schwäche nicht besorgt sei. Der Dollar gab daraufhin kräftig nach. Da Gold überwiegend in der US-Währung gehandelt wird, führen fallende Dollar-Notierungen meist zu Gewinnen am Goldmarkt.
Auch der Silber legte nach den Worten Trumps kräftig zu. Am Mittwochmorgen zog der Preis um weitere drei Prozent auf 115,50 Dollar an. Dies reichte allerdings nicht zu einem weiteren Rekord. Am Montag war der Silberpreis um bis zu 14 Prozent auf 117,71 Dollar gestiegen.
Silber war in den vergangenen Monaten noch stärker gefragt als Gold. So verteuerte sich Silber in diesem Jahr um fast 60 Prozent. 2025 war der Preis um knapp 150 Prozent gestiegen.
Preistreiber am Markt für Edelmetalle im vergangenen Jahr waren unter anderem die vielen Konflikte weltweit. Auch 2026 sorgten politische Spannungen für mehr Nachfrage. So führten Experten die Gewinne in den ersten Handelstagen des Jahres unter anderem auf die Lage im Iran und die zeitweisen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland zurück.
Viele Notenbanken, wie etwa die chinesische und indische, reagierten mit Goldkäufen schon länger auf strukturelle Risiken, politische Risiken, Sanktions- und Zollrisiken, erklärte Experte Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management. Hinzu kommen zunehmende Sorgen in puncto ausufernder Staatsverschuldungen.
Edelmetalle – allen voran Gold – gelten bei vielen Investoren als «sichere Häfen» in Krisenzeiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.














