Wallis

    Leuk VS: Petition gegen Starlink-Antennen hat 10'000 Unterschriften

    Nicola Wittwer
    Nicola Wittwer

    Oberwallis,

    Elon Musks Firma Starlink will im Walliser Ort Leuk 40 Antennen bauen. Eine Petition sammelt tausende Unterschriften dagegen.

    Leuk
    Oberhalb von Leuk stehen bereits Satellitenschüsseln. Künftig sollen in der Walliser Ortschaft aber Starlink-Antennen her. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Online-Petition gegen Starlink-Antennen in Leuk sammelt über 10'000 Unterschriften.
    • Elon Musks Firma will für seine Satelliten 40 Kugelantennen bauen.
    • Am 21. Mai wird die Petition Bundesrat Martin Pfister übergeben.

    In der Walliser Ortschaft Leuk spalten sich die Gemüter. Grund ist ein Bauprojekt von Elon Musks Firma Starlink. Diese will eine Satellitenbodenstation bauen – geplant sind 40 Kugelantennen.

    Für die einen ist das in Ordnung. So verriet im Winter Schäfer Alwin Meichtry, der auf der Alp keinen Handyempfang hat, gegenüber SRF: «Ich brauche Starlink zur Überwachung meiner Schafe.»

    Widerstand sei zwecklos, findet Meichtry. Man könne das Ganze nicht aufhalten, «dafür sind wir zu wenig stark».

    Online-Petition sammelt tausende Unterschriften

    Diese Meinung teilen viele andere nicht. Eine seit Anfang April existierende Online-Petition fordert einen Baustopp – uns stösst auf Anklang. Über 10'000 Personen haben bereits unterschrieben.

    Am 21. Mai kriegt Bundesrat und Verteidigungsminister Martin Pfister die Petition überreicht, wie der «Walliser Bote» nun berichtet.

    Die Forderung: «Stoppen Sie den Bau der 40 geplanten Starlink-Antennen in Leuk! Die digitale Infrastruktur der Schweiz darf nicht zum Spielball eines unberechenbaren US-Milliardärs werden.» Der Bundesrat solle die Souveränität der Daten schützen und diese nicht an Musk «verscherbeln».

    Würde es dich beunruhigen, wenn Musk in deinem Wohnort Antennen aufstellt?

    Auch der Verein «Schutz vor Satellitenstrahlung Region Leuk» wehrt sich gegen Musks Vorhaben.

    Denn: «Die Antennen strahlen im Vergleich zu üblichen Mobilfunkbasisstationen und den alten Satellitenantennen mit erheblich mehr Leistung und in einem viel höheren Frequenzbereich.»

    Letzten Sommer reichte «Schutz vor Satellitenstrahlung Region Leuk» deshalb eine Einsprache ein, die von der Gemeinde Leuk aber abgelehnt wurde. Eine Beschwerde beim Kanton ist noch hängig.

    Der Online-Petition sprach der Verein gegenüber dem «Walliser Boten» seine Unterstützung aus.

    «Unglaubliche Macht» für Elon Musk

    «Es geht um Macht und Geld, und wir sind die Versuchskaninchen», beschrieb Dorfarzt Roman Kuonen derweil das Starlink-Projekt bei SRF. Er und seine Berufskollegin Hanna Schnyder-Etienne haben Beschwerde eingelegt und fürchten sich vor einer Abhängigkeit.

    Musk stellte bereits unter Beweis, dass er das Internet je nach Region auch einfach abstellen kann. So geschehen etwa im Ukraine-Krieg. «Durch die Anlage würde Elon Musk eine unglaubliche Macht erhalten», sagt Dorfärztin Schnyder-Etienne.

    Kommentare

    User #3137 (nicht angemeldet)

    Hat er was im Auge?

    User #2156 (nicht angemeldet)

    Nachdem gerade im Wallis viele Arbeitsplätze nach Indien gebracht werden von gewissen Firmen.... und damit eine immer grössere Arbeitslosigkeit droht, wäre es sehr hilfreich und langfristig strategisch klug, einen so reichen Investor viel besser willkommen zu heissen und ihm verschiedene Möglichkeiten anzubieten, statt ihn abzuweisen.... weil dem Tourismus geht es schlecht im Wallis, den Weinbauern ebenso .... gewisse grosse Firmen kürzen Jobs und gehen ins Ausland.... das alles ergibt genug Gründe, Elon Musk besser zu behalten.

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