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Ghani nennt Gewalt durch Taliban «ernsthaftes Problem» für Friedensprozess

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Afghanistan,

Afghanistans Präsident Aschraf Ghani hat die Gewalt durch Taliban-Kämpfer als «ernsthaftes Problem» für den Friedensprozess bezeichnet.

Taliban-Kämpfer und Dorfbewohner feiern das Abkommen von Doha im März gemeinsam
Taliban-Kämpfer und Dorfbewohner feiern das Abkommen von Doha im März gemeinsam - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Afghanischer Präsident: «Gewaltniveau höher als im vergangenen Jahr».

«Leider ist das derzeitige Gewaltniveau höher als im vergangenen Jahr», sagte Ghani nach Angaben seines Büros bei einer Videokonferenz mit internationalen Regierungsvertretern am Montag. Nach einem kurzzeitigen Waffenstillstand Ende Mai waren die Anschläge in dem Land vorübergehend zurückgegangen, zuletzt nahmen sie jedoch wieder zu.

«Wenn die Taliban weiterhin kämpfen, wird der afghanische Friedensprozess mit ernsthaften Problemen konfrontiert», sagte Ghani in der Videokonferenz, an der unter anderem Vertreter der USA, Russlands, Chinas und Indiens teilnahmen. Im Laufe der Woche sollen noch zwei weitere solcher Videokonferenzen stattfinden.

Die Regierung in Kabul und die radikalislamischen Taliban haben zugesagt, Friedensgespräche aufzunehmen, die den seit fast 20 Jahren andauernden Konflikt in dem Land beenden sollen. Die Gespräche sind Teil des Abkommens von Doha, das die USA und die Taliban im Februar geschlossen hatten. Ein konkretes Datum für die direkten innerafghanischen Friedensgespräche steht aber nach wie vor nicht fest.

Um den Weg für den Friedensprozess freizumachen, entliess die Regierung in Kabul in den vergangenen Monaten insgesamt 4000 Taliban-Kämpfer aus dem Gefängnis. Laut dem Abkommen von Doha sollen insgesamt 5000 Radikalislamisten freikommen.

«Von unserer Seite gibt es keine Hindernisse für den Friedensprozess, wir sehen aber, dass die Taliban es nicht ernst meinen», sagte der afghanische Präsidentensprecher Sedik Sedikki am Montag vor Journalisten. Obwohl die afghanische Regierung zahlreiche Taliban-Kämpfer freigelassen habe, sei die Gewalt nicht zurückgegangen, kritisierte er.

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