Insolvenzen in Deutschland steigen auf höchsten Stand seit 2014

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    In der Wirtschaftskrise sind so viele Unternehmen in Deutschland in die Pleite gerutscht wie seit mehr als zehn Jahren nicht.

    Insolvenz Hughes Satellite Systems
    Die Insolvenz von Hughes Satellite Systems soll dem Unternehmen Zeit für eine finanzielle und operative Neuaufstellung verschaffen. (Symbolbilld) - keystone

    2025 registrierten die Amtsgerichte 24'064 beantragte Firmeninsolvenzen, 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Dezember allein gab es einen Anstieg um fast 14 Prozent.

    «2025 war ein ausgesprochen schwaches Jahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland», sagte der Chefanalyst der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier. «Im Schnitt musste in Deutschland alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden.» Der Krieg im Nahen Osten gefährde die ohnehin fragile Lage. «Steigende Energiepreise und die Angst um neue Störungen in Lieferketten setzen viele Unternehmen zusätzlich unter Druck.»

    Schon 2023 und 2024 war die Zahl der Firmenpleiten je um mehr als 20 Prozent gewachsen. Gemessen daran ebbte der Anstieg im vergangenen Jahr ab. «Höher als 2025 hatte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zuletzt im Jahr 2014 mit 24'085 Fällen gelegen», schrieben die Statistiker. Alte Höchststände sind aber nicht erreicht: In der Finanzkrise 2009 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf 32'687 Fälle geklettert.

    Die deutsche Wirtschaft wird seit Jahren von einer Pleitewelle heimgesucht. Auch Privatleute geraten zunehmend in finanzielle Bedrängnis. 2025 gab es nach Angaben der Statistiker 77'219 Verbraucherinsolvenzen – 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

    Die Forderungen der Gläubiger aus den Unternehmensinsolvenzen beliefen sich 2025 auf rund 47,9 Milliarden Euro – deutlich weniger als im Vorjahr mit 58,1 Milliarden Euro. Denn 2024 habe es mehr Grossinsolvenzen gegeben. Bezogen auf 10'000 Unternehmen gab es im vergangenen Jahr 69 Insolvenzen. Am stärksten betroffen waren die Branchen Verkehr und Lagerei sowie das Gast- und Baugewerbe.

    Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) ist vorsichtig optimistisch, dass sich die Lage bei den Insolvenzen dieses Jahr etwas bessert. Voraussetzung sei aber, dass der Iran-Krieg in wenigen Wochen endet und die Energiepreise schnell wieder sinken.

    «In diesem Fall dürften die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2026 um 3,7 Prozent auf 23'100 Fälle sinken und die Verbraucherinsolvenzen leicht um 1,0 Prozent auf 76'500 Fälle zurückgehen», sagte BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley. Im Falle weiter steigender Energiepreise über lange Zeit könnten die Insolvenzzahlen nochmals steigen.

    Aus Sicht der Wirtschaftsauskunftei Crif hat sich die Stimmung der Firmen zwar etwas verbessert, aber die Lage bleibe angespannt, gerade mit dem Iran-Krieg. «Viele positive Signale der vergangenen Monate verlieren dadurch an Wirkung, da Energie- und Beschaffungskosten für zahlreiche Branchen weiter ansteigen», sagt Deutschland-Geschäftsführer Frank Schlein. Gut zehn Prozent aller Firmen seien inzwischen insolvenzgefährdet.

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    Kommentare

    User #6151 (nicht angemeldet)

    Was Wunder, bei dieser Regierung.

    User #5037 (nicht angemeldet)

    Also bei Galileo sieht ma das gar nicht…..dort sieht ma einfach wie Roboterarbeiter Menschenarbeiter ersetzen nicht aber das deswegen Firmen Pleite gehen, im Gegenteil, Big Bosse scheinen zufrieden zu sein und präsentieren mit Stolz ihre Unternehmen.🙄

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