Genfer Feuerwehrmann: «Es war ein Feuersturm»
Schweizer Feuerwehrleute standen letzte Woche in der Region Gironde im Einsatz gegen Waldbrände – der Genfer Kommandant sprach von einem «Feuersturm».

Das Wichtigste in Kürze
- 34 Feuerwehrleute aus Genf, Waadt und Neuenburg waren in der Gironde im Einsatz.
- Nach einer Woche wurde das erschöpfte Team am Samstag durch eine neue Abteilung abgelöst.
- Man habe nur wenige Stunden Schlaf pro Tag gehabt, erzählt ein Kommandant.
34 Schweizer Feuerwehrleute sind letzte Woche zur Unterstützung in der Region Gironde im Westen Frankreichs im Einsatz gestanden. Der Kommandant des Feuerwehr- und Rettungsdienstes Genf beschrieb eine aufreibende Einsatzwoche angesichts von Bränden aussergewöhnlichen Ausmasses.
Die Abteilung, die aus Feuerwehrleuten der Kantone Genf, Waadt und Neuenburg bestehe, sei mit der geleisteten Arbeit zufrieden, sagte Nicolas Schumacher, Kommandant des Feuerwehr- und Rettungsdienstes Genf, am Sonntagabend in der RTS-Sendung «Forum».
Sie benötige aber auch viel Ruhe, da die Woche mit nur wenigen Stunden Schlaf pro 24 Stunden anstrengend gewesen sei.
Bei ihrer Ankunft in der Gironde wurden die Westschweizer Feuerwehrleute eingesetzt, um sensible Gebiete zu schützen, als die Brände noch nicht unter Kontrolle waren.
«Es war ein Feuersturm», sagte der Kommandant. Er beschrieb Brände, die in der Lage gewesen seien, an mehreren Fronten gleichzeitig vorzurücken.
Die letzten Tage des Einsatzes waren der Bekämpfung von wiederaufflammenden Bränden gewidmet, mit Glutnestern, die im Torf, im Boden oder in Baumstämmen schwelten.
«Beim geringsten Windstoss flammte die Glut wieder auf. Sie wird vom Wind an Stellen getragen, die noch nicht gebrannt hätten», führte er aus.
«Ablösung des sehr müden Personals notwendig gewesen»
Nach einer Woche Einsatz wurde eine vollständige Ablösung des Westschweizer Teams organisiert. Eine neue Abteilung, bestehend aus Feuerwehrleuten aus denselben drei Westschweizer Kantonen, reiste am Samstag aus der Schweiz ab.
«Aus Sicherheitsgründen ist die Ablösung des sehr müden Personals notwendig gewesen. Dies erlaubte es auch, den Kollegen tatkräftige und frisch Kraft zu geben», so Schumacher.

Er wies zudem darauf hin, dass die vor Ort mobilisierten französischen Feuerwehrleute ihrerseits seit dem 22. Juli gegen die Brände kämpften. Ihr Einsatz müsse in den nächsten Tagen noch fortgesetzt werden.
Auch Förster, Landwirte und lokale Akteure, insbesondere Austernzüchter, beteiligten sich an den Einsätzen, indem sie logistische Unterstützung leisteten, vor allem durch den Transport von Wasser.












