Viele Frauen arbeiten in gesellschaftlich wichtigen Berufen. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie prekär ihre Lage dort ist. Die G20-Staaten wollen dieses Problem ins Visier nehmen.
Eine Frau arbeitet in einer Textilfabrik in der ostchinesischen Provinz Jiangsu. Die G20 wollen Job-Bedingungen für Frauen verbessern. Foto: CHINATOPIX/AP/dpa
Eine Frau arbeitet in einer Textilfabrik in der ostchinesischen Provinz Jiangsu. Die G20 wollen Job-Bedingungen für Frauen verbessern. Foto: CHINATOPIX/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 20 führenden Wirtschaftsnationen (G20) wollen mehr, bessere und gerecht bezahlte Arbeit für Frauen schaffen.

Damit soll das von den G20 im Jahr 2014 in Brisbane erklärtes Ziel, bis 2025 die Erwerbsbeteiligung von Frauen um 25 Prozent zu steigen, erweitert werden, wie es in einer Mitteilung des italienischen Arbeitsministeriums hiess. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie beschränkt die Systeme für soziale Absicherung seien, weshalb man einig gewesen sei, sich ehrgeizigere Ziele zu setzen, sagte Italiens Arbeitsminister Andrea Orlando nach dem zweitägigen Treffen in der sizilianischen Stadt Catania.

«Müssen dieses Problem dringend angehen»

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) betonte, die Pandemie habe Frauen in den G20 beruflich viel stärker getroffen als Männer. Durch Corona sei der Blick verstärkt etwa auf die Pflegeberufe gefallen, in denen besonders viele Frauen arbeiteten, die Arbeitsbedingungen jedoch schlecht seien. «Wir müssen dieses Problem dringend angehen», sagte Heil. Ausserdem wollen die Staaten die internationale Zusammenarbeit stärken, um menschenwürdige Arbeit für alle Beschäftigten entlang globaler Lieferketten sicherzustellen, hiess es vom Bundesarbeitsministerium.

Neben mehr Beschäftigung für Frauen und geschlechtergerechter Bezahlung sprachen die Minister ausserdem darüber, eine soziale Absicherung für den sich verändernden Arbeitsmarkt zu schaffen. Zu diesen Veränderungen gehöre zum Beispiel, dass Menschen mehr von zu Hause oder über digitale Plattformen arbeiten, erklärte das italienische Arbeitsministerium. Für das Arbeiten in den eigenen vier Wänden müssten jedoch derselbe Schutz und dieselben Möglichkeiten gelten wie im Büro. Wer über digitale Plattformen arbeite, müsse davor bewahrt werden, einen falschen Beschäftigungsstatus und deshalb weniger Absicherung zu haben.

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