Commerzbank verdient mehr als erwartet - höhere Dividende

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Die Commerzbank hat 2025 trotz hoher Kosten für den laufenden Stellenabbau ihr Gewinnziel übertroffen. Nun will das Institut über Aktienrückkäufe und eine höhere Dividende Milliarden an ihre Anteilseigner ausschütten.

Die Commerzbank hat 2025 trotz hoher Kosten für den laufenden Stellenabbau mit einem Reingewinn von 2,6 Milliarden ihr Gewinnziel von 2,5 Milliarden Euro übertroffen. Nun will das Ins...
Die Commerzbank hat 2025 trotz hoher Kosten für den laufenden Stellenabbau mit einem Reingewinn von 2,6 Milliarden ihr Gewinnziel von 2,5 Milliarden Euro übertroffen. Nun will das Ins... - KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK

Für das vergangene Jahr steht ein Nettoergebnis von 2,63 Milliarden Euro in den Büchern, wie der Frankfurter Dax-Konzern überraschend am Tag vor der geplanten Bilanzvorlage an diesem Mittwoch mitteilte.

Vorgenommen hatte sich Deutschlands zweitgrösste Privatbank rund 2,5 Milliarden Euro Gewinn. Ohne die Kosten für den Stellenabbau hätte der Überschuss nach Angaben der Bank sogar ein Rekordniveau von 3 Milliarden Euro erreicht.

«2025 war für die Commerzbank ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr, und wir möchten unsere Investorinnen und Investoren an diesem Erfolg teilhaben lassen», liess Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp mitteilen. «Insgesamt geben wir 2,7 Milliarden Euro an Kapital zurück und damit sogar etwas mehr, als wir ursprünglich versprochen hatten.»

Die Dividende soll deutlich von 65 Cent auf 1,10 Euro je Aktie erhöht werden. Zudem will die Bank bis zu 540 Millionen Euro in einen weiteren Rückkauf eigener Aktien stecken.

Im Jahr 2024 hatte die Commerzbank mit knapp 2,7 Milliarden Euro den höchsten Gewinn ihrer Geschichte erzielt. Zeit zum Feiern blieb jedoch wenig, denn das Übernahmeringen mit der Unicredit hat dem Konzern turbulente Zeiten beschert.

Um die Attacke der italienischen Grossbank abzuwehren, hatte sich der Commerzbank-Vorstand ehrgeizige Renditeziele und höhere Dividenden vorgenommen. Zudem will die Bank bis Ende 2027 etwa 3900 Vollzeitstellen streichen, 3300 davon in Deutschland. Dafür hatte der Konzern einmalig Kosten von 700 Millionen Euro veranschlagt.

Im Ringen mit der Unicredit gibt es seit Monaten keine Bewegung. Zwar sind die Italiener mit gut 26 Prozent grösster Aktionär der Commerzbank und haben über Finanzinstrumente Zugriff auf weitere gut drei Prozent der Anteile.

Doch Unicredit-Chef Andrea Orcel schreckt wegen des hohen Aktienkurses vor einem Übernahmeangebot zurück – ab der Schwelle von 30 Prozent wäre er dazu verpflichtet. Der Bund, der noch rund 12 Prozent der Commerzbank-Anteile hält, lehnt eine Übernahme ab und will seine Aktien nicht verkaufen.

In einem Interview des Fernsehsenders CNBC anlässlich der Zahlenvorlage der Unicredit hatte Orcel am Tag zuvor auf die Frage nach einer möglichen Commerzbank-Übernahme geantwortet: «Wenn der richtige Zeitpunkt kommt und die Konditionen stimmen, dann wird es auf die richtige Weise passieren», sagte der Manager. «Falls nicht, haben wir genügend andere Themen, die wir vorantreiben können.»

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