Frankreich und Griechenland bauen ihre strategische militärische Partnerschaft aus. Am Dienstag unterzeichneten die beiden Länder ein Kooperationsabkommen.
Frankreich und Griechenland
Frankreich und Griechenland bauen ihre strategische militärische Partnerschaft aus. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Frankreich und Griechenland bauen ihre strategische militärische Partnerschaft aus.
  • Laut Emmanuel Macron ist es ein Ausbau einer bereits bestehenden Allianz.
  • Das Abkommen soll den Weg für eine starke autonome EU ebnen.

Frankreich und Griechenland wollen in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit künftig noch enger zusammenarbeiten. Am Dienstag unterzeichneten die beiden Länder in Paris ein neues strategisches Kooperationsabkommen.

Es sei der Ausbau einer bereits bestehenden Allianz. Dies betonten der französische Präsident Emmanuel Macron und der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis. Das Abkommen weise jedoch auch den Weg für eine militärisch und aussenpolitisch unabhängigere EU.

Macron sprach von einer Partnerschaft, die Konsequenzen aus der geopolitischen Situation insbesondere im östlichen Mittelmeer ziehe. Die Interessen auch in Bezug auf Energie seien dort für Europa sehr gross. Im vergangenen Jahr habe Frankreich sich dort solidarisch mit Griechenland gezeigt, dies werde in der Kooperation nun verfestigt.

Abkommen ebnet Weg für starke autonome EU

Im Sommer 2020 standen Griechenland und der Nachbar Türkei kurz vor einer militärischen Auseinandersetzung. Dies aufgrund von Streitigkeiten um vermutete Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer. Seither hat Athen von Frankreich 24 Kampfbomber des Typs Rafale geordert.

Beim jetzigen Abkommen wurde zudem der Kauf dreier französischer Fregatten vereinbart. Mitsotakis betonte, die Kooperation mit Paris sei nicht nur bilateral, sondern ebne den Weg für eine starke, autonome EU.

Die Vereinbarung der beiden Länder folgt etwa zwei Wochen auf die Bekanntgabe einer neuen «Sicherheitsallianz» der USA, Grossbritannien und Australien. Zur Folge hatte dies das Platzen eines milliardenschweren U-Boot-Deals zwischen Frankreich und Australien. Frankreich, das ohnehin auf eine stärkere europäische Verteidigung setzt, ist seitdem bemüht, bei dem Thema voranzukommen. Macron sagte, Europa würde einen schrecklichen Fehler begehen, wenn es aus dem Verhalten der USA keine Schlüsse ziehe.

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