Forschende machen bei Supervulkan in Italien alarmierende Entdeckung

    Redaktion
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    Italien,

    Alarm im Grossraum Neapel: Ein neuer Riss in der Erdkruste bedroht 500'000 Menschen. Denn darunter brennt ein gigantisches Vulkanfeld.

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    Pozzuoli liegt auf dem Supervulkan Campi Flegrei (Phlegräische Felder). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Unter dicht besiedeltem Gebiet in Süditalien lodert ein Supervulkan.
    • Forschende haben nun beunruhigende Entdeckungen gemacht.
    • Ein Ausbruch muss jedoch nicht unmittelbar bevorstehen.

    Sie heissen Phlegräische Felder und liegen bei Neapel. Tönt unspektakulär? Oh nein! Es ist eines der brenzligsten Gebiete Europas.

    Hier gibt es ein riesiges Vulkanfeld mit einem Durchmesser von 15 Kilometern. Man stelle sich das vor: Ein Supervulkan von St. Gallen bis Arbon TG.

    Wohnst du im Gebiet zwischen St. Gallen und Arbon?

    Das grosse Problem: Eine halbe Million Menschen leben in Süditalien direkt über dieser tickenden Zeitbombe.

    Dampf und bebende Erde

    Die Stadt Pozzuoli liegt mitten im vulkanischen Kessel, Neapel beginnt wenige Kilometer daneben. Selbst eine kleine Eruption hätte katastrophale Folgen.

    Und seit Jahren hebt und senkt sich hier der Boden. Dampf steigt auf und immer wieder bebt die Erde – manchmal mehrmals am Tag.

    Erst Anfang September erschütterte ein Erdbeben der Stärke 4,0 die Region.

    Was ebenfalls nicht gerade zur Beruhigung der Menschen führt: Eine neue Studie liefert jetzt unschöne Erkenntnisse.

    Ein Riss wird immer grösser

    Forschende der Universität Roma Tre und des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie haben das Risiko neu untersucht.

    Das Forschungs-Team stellte fest, dass sich unter den Phlegräischen Feldern ein Riss im Gestein gebildet hat, der sich laufend vergrössert.

    Das weist darauf hin, dass sich eine neue Bruchzone bildet. Ein Aufstiegskanal. Also ein Weg, über den Gas oder Magma nach oben dringen könnte.

    Zudem sagen die Wissenschaftler, das Gestein unter Neapel sei nicht mehr elastisch. Es beginne zu brechen und zu reissen.

    Ausbruch kann sich lange hinauszögern

    Wem gerade der Atem stockt, werde zur Beruhigung gesagt: Der Ausbruch muss nicht unmittelbar bevorstehen.

    Der Vulkan befinde sich in einer «Unruhephase», sagen die Forschenden. Und die kann sich über Jahre oder Jahrzehnte hinziehen.

    Aber ja: Das System wird dynamischer – die Spannungen nehmen zu. Bleibt zu hoffen, dass die Phlegräischen Felder noch lange ruhig bleiben.

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    Kommentare

    User #3018 (nicht angemeldet)

    Könnte eine Story für einen neuen apokalyptischen Science Fiction Blockbuster für die Kinos werden.

    User #4493 (nicht angemeldet)

    ...d.h. für die Salamivergaser wirds Zeit zum zügeln!

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