Nach dem Absturz einer Frachtmaschine in Griechenland sind im Laufe des Sonntags sieben der acht verunglückten Besatzungsmitglieder geborgen worden.
Flugzeugabsturz Antonow
Die Trümmer des abgestürzten Antonow-Frachtflugzeugs. Foto: Giannis Papanikos - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Absturz des Flugzeugs in Griechenland wurden sieben Crewmitglieder tot geborgen.
  • Die ukrainische Maschine hatte 11,5 Tonnen Munition an Bord.

Kampfmittelspezialisten fanden bei ihrem Einsatz an der Unglücksstelle keine giftigen Substanzen, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete. Der Zeitung «To Proto Thema» zufolge soll auch die Blackbox des Fliegers entdeckt worden sein. Die Maschine des Typs Antonow An-12 war am späten Samstagabend nahe der nordostgriechischen Stadt Kavala abgestürzt.

Der Pilot hatte Probleme mit einem Triebwerk gemeldet und eine Notlandung angefragt. Der Flieger schaffte es jedoch nicht mehr bis zu einem Flughafen, sondern stürzte auf ein Feld und ging in Flammen auf. Alle acht Besatzungsmitglieder starben.

Die Maschine war von Serbien aus mit dem Ziel Bangladesch gestartet und hatte dem serbischen Verteidigungsminister Nebojsa Stefanovic zufolge 11,5 Tonnen Munition an Bord. Empfänger war laut Stefanovic das bangladeschische Verteidigungsministerium.

Nach dem Absturz gab es am Unglücksort noch stundenlang Explosionen, beissender Rauch entwickelte sich, zwei Feuerwehrleute kamen trotz Masken mit Atemwegsproblemen ins Krankenhaus. Das griechische Militär schickte deshalb Spezialisten für atomare, biologische und chemische Kampfstoffe (ABC-Abwehr) zum Unglücksort.

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