Griechischer Kommandeur festgenommen – Verdacht auf Spionage
Wegen mutmasslicher Spionage ist ein Offizier der griechischen Streitkräfte festgenommen worden. Wie der griechische Generalstab mitteilte, liegen eindeutige Hinweise auf strafbare Handlungen nach dem Militärstrafgesetzbuch vor. Demnach soll der Beschuldigte geheime Informationen von militärischer Bedeutung gesammelt und an Dritte weitergegeben haben. Dadurch könnten nationale Interessen gefährdet worden sein, heisst es vom Generalstab.

Nach Angaben aus Militärkreisen handelt es sich um einen Kommandeur einer Einheit mit Zugang zu sensiblen Nato-Informationen aus dem Bereich der Luftwaffe. Nach unbestätigten Berichten griechischer Medien soll der Offizier die Daten an eine Grossmacht übermittelt haben, die als wichtigster strategischer Rivale der USA gelte.
In die Ermittlungen sei auch der griechische Nachrichtendienst EYP eingebunden, berichtete der griechische Rundfunk unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach hatten sowohl das Verteidigungsministerium als auch der Geheimdienst bereits vor Monaten erste Hinweise auf die mutmasslichen Taten des Offiziers erhalten. Die Festnahme sei beschleunigt worden, nachdem Umfang und Sensibilität der übermittelten Informationen zuletzt zugenommen hätten.
Zudem soll der Beschuldigte Medienberichten zufolge versucht haben, weitere Personen für die Weitergabe vertraulicher Informationen zu gewinnen. Bei Durchsuchungen hätten die Ermittler technische Geräte und spezielle Software sichergestellt, die zur Übermittlung der Daten genutzt worden sein sollen. Weitere Festnahmen schliessen die Behörden demnach nicht aus.










