Bauern

    Fleisch darf mehr kosten - wenn das Bauern und Tieren hilft

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Billigfleisch ist oft nicht mit dem Wohl der Bauern und Tiere zu vereinbaren. Würden Verbraucher für bessere Standards in der Fleischproduktion mehr Geld ausgeben?

    Laut einer Umfrage würden Verbraucher für Fleisch mehr bezahlen, wenn es Bauern und Tieren damit besser ginge. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
    Laut einer Umfrage würden Verbraucher für Fleisch mehr bezahlen, wenn es Bauern und Tieren damit besser ginge. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mehr als zwei Drittel der Verbraucher in Deutschland sind nach einer aktuellen Umfrage bereit, mehr Geld für Fleisch und Milch zu bezahlen, wenn dadurch den Bauern, der Umwelt oder den Tieren geholfen wird.

    Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners. Gut 70 Prozent der Befragten hielten demnach einen Preisaufschlag von 20 Prozent auf Hackfleisch für angemessen, wenn die Preiserhöhung zu 100 Prozent an die Bauern weitergegeben würde. Eine Preisaufschlag von 25 Prozent auf Milch hielt immerhin noch die Hälfte der Verbraucher für akzeptabel.

    Voraussetzung für die Bereitschaft, mehr zu zahlen, sei allerdings, dass der Preisaufschlag dem Wohle des Landwirtes, der Tiere oder der Umwelt diene, heisst es in der Studie. Am grössten war die Zahlungsbereitschaft der Umfrage zufolge, wenn das Geld den Tieren zugute kam. Doch auch wenn es den Bauern oder der Umwelt zugute kam, war die Zahlungsbereitschaft kaum geringer.

    «Das zeigt, dass entgegen der hohen Preissensibilität in Deutschland die Akzeptanz für ökologisch motivierte Preiserhöhungen bei Lebensmitteln und besonders bei Fleisch über alle Einkommensschichten hinweg sehr gross ist», sagte Tim Brzoska von Simon-Kucher.

    Für den Lebensmittelhandel biete sich hier eine gute Möglichkeit, sich gegenüber den Wettbewerbern zu profilieren und neue Kunden zu gewinnen, betonten die Unternehmensberater. Denn rund 60 Prozent der Befragten gaben an, sie würden einen Lebensmitteleinzelhändler bevorzugen, der zwar höhere Preise verlangt, diesen Aufpreis aber an die Bauern weitergibt.

    Allerdings sollten die Händler nach Einschätzung des Simon-Kucher-Handelsexperten Tobias Hadinoto trotzdem auch weiterhin günstigere Offerten im Angebot haben. Denn die Ergebnisse der Studie zeigten zwar, dass die Akzeptanz der Konsumenten für höhere Lebensmittelpreise im Durchschnitt gross sei. «Aber es gibt immer auch Kundengruppen, die weiterhin auf Günstigpreise setzen.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Zürich
    898 Interaktionen
    Gewaltorgie
    Wille Jucker
    «Erschüttert mich»

    MEHR IN NEWS

    Hofkirche Luzern
    Luzern
    Göschenen UR
    Göschenen UR
    SRG
    2 Interaktionen
    Bern

    MEHR BAUERN

    12 Interaktionen
    Washington
    Hagel
    33 Interaktionen
    Problem für Bauern
    10 Interaktionen
    Wegen Hitze
    23 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Deutschland
    3 Interaktionen
    Berlin
    Helene Fischer
    1 Interaktionen
    TV-Comeback
    Dieter Bohlen
    9 Interaktionen
    «Gen Z regelt»
    Deutsche Armee
    15 Interaktionen
    Berlin/London