Bauern

    Hagel-Versicherung warnt vor unbezahlbaren Prämien für Bauern

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Diesen Sommer hat es besonders stark gehagelt. Das spüren auch die Ernteversicherer.

    Hagel
    Hagel ist insbesondere für Bauern eine Katastrophe. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Ernteversicherer Schweizer Hagel rechnet 2026 mit Entschädigungen von bis zu 170 Millionen Franken.
    • Die Gruppe werde deshalb einen Verlust einfahren.
    • Langfristig befürchtet der Versicherer kaum noch tragbare Prämien.

    Häufen sich extreme Hitze- und Trockenjahre wie 2026, drohen sowohl den Schweizer Bauern als auch ihren Versicherern erhebliche finanzielle Probleme. Davor warnt Adrian Aebi, Chef des Ernteversicherers Schweizer Hagel, in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Samstag.

    Seine Gruppe werde 2026 einen «riesigen finanziellen Verlust» einfahren, sagte Aebi. Schweizer Hagel dürfte die Landwirtschaft in diesem Jahr mit bis zu 170 Millionen Franken entschädigen. Einzelne schlechte Jahre könne ein Versicherer auffangen. «Aber wenn ein solches Schadensjahr künftig jedes dritte Jahr eintritt, wird es schwierig.»

    Versicherung könnte Budget der Bauern sprengen

    Versicherbar blieben Ernteausfälle grundsätzlich auch künftig. Entscheidend seien aber die Bedingungen. «Wenn die Schäden weiter zunehmen, könnten die Prämien irgendwann so hoch werden, dass sie für viele Betriebe kaum noch tragbar sind», warnte Aebi.

    Schon heute geraten die Bauern laut Aebi von mehreren Seiten unter Druck. Sie müssten mehr für Bewässerung und zusätzliche Arbeit ausgeben und hätten gleichzeitig tiefere Erträge. Im Frühjahr gepflanzte Kulturen wie Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais hätten 2026 teilweise Ertragseinbussen von bis zu 30 Prozent erlitten.

    Anpassung an den Klimawandel

    Aebi fordert deshalb höhere Preise für landwirtschaftliche Produkte und mehr Investitionen in die Anpassung an den Klimawandel. «Wenn die Produzenten wegen des Klimawandels immer höhere Kosten und grössere Ertragsrisiken tragen, sich dies aber kaum in den Preisen niederschlägt, funktioniert das System auf Dauer nicht», sagte er.

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    Dieser Winterthurer Bauernhof berichtet von Hagelschäden. - Instagram/@radhof_winterthur

    Nötig seien zudem trockenheitstolerantere Sorten, bessere Böden und effizientere Bewässerungssysteme. Ohne Anpassungen und höhere Erlöse könnten viele Betriebe die steigenden Kosten und Risiken auf Dauer kaum tragen.

    Die Schweizerische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft ist eine der führenden landwirtschaftlichen Mehrgefahrenversicherungen Europas. Über Niederlassungen versichert die Genossenschaft auch Kulturen in Frankreich, Italien und Liechtenstein. Die Schweiz ist laut dem Bund eines der hagelgefährdetsten Länder Europas.

    Kommentare

    User #4317 (nicht angemeldet)

    Tja, wer hinter dem Mond lebt, kommt auf die Welt 🤷‍♀️

    User #2484 (nicht angemeldet)

    interssant, wenn ich das auf meine Weise interpretiren darf. Die Prämien werden erhöht, die Versicherten müssen mehr zahlen, damit die Kosten der Versicherungen gedeckt sind. Die Versicherten erhöhen die Verkaufpreise ihrer Ware um die Versicherungskosten zu decken. Die Preisspirale dreht sich damit auch wieder nach oben. Die Endkunden wollen mehr Lohn, Versicherungsangestellte inklusive. usw.. Schlussendlich gibt es nur Gewinner und den letuten beissen die Hunde.. Wer das sein wird überlasse ich der Fantasie.. mein Tipp dazu... es sind nicht die Versicherungen

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