Färbt Täter blau: «Schlumpf-Spray» boomt in den Niederlanden

Belinda Schwenter
Belinda Schwenter

Niederlande,

In den Niederlanden boomt der sogenannte «Schlumpf-Spray». Anders als der Pfefferspray färbt diese Selbstverteidigungs-«Waffe» das Gesicht des Angreifers blau.

Pefferspray
Wer ein Pfefferspray in der Tasche trägt, kann sich vor möglichen Angreifern schützen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In den Niederlanden boomt eine neue Art zur Selbstverteidigung.
  • Der «Smurf-Spray», auch «Schlumpf-Spray» genannt, färbt den potenziellen Täter blau.
  • Die Farbe bleibt tagelang – ein Angreifer kann noch Tage später identifiziert werden.

Gerade Frauen fühlen sich – wenn sie alleine unterwegs sind – oft nicht sicher. Angst vor möglichen Angriffen ist keine Seltenheit. Daher ist der Griff zum Pfefferspray oft eine Lösung zur Selbstverteidigung.

In den Niederlanden gibt es nun eine neue Art von Spray, die einen Angreifer abschrecken soll. Die Rede ist von dem «Smurf-Spray», welcher auch «Schlumpf-Spray» genannt wird.

Man redet vom Schlumpf-Spray, da er das Gesicht beim Besprühen komplett blau färbt. Und die blaue Farbe bleibt. Tagelang lässt sich das Mittel nicht abwaschen. Wie das funktioniert, siehst du in diesem Video:

Keine reizenden Stoffe im Schlumpf-Spray

Im Gegensatz zum Pfefferspray enthält das Schlumpf-Spray keine reizenden Stoffe für die Schleimhäute, sondern einen blauen Schaum. Dieser kann die Sicht eines potenziellen Angreifers kurzzeitig beeinträchtigen.

Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Pfefferspray ist, dass das Opfer nicht durch das Reizgas verletzt werden kann. Dieses Risiko besteht hingegen bei der Verwendung von Pfefferspray.

Die blaue Farbe des Sprays basiert meist auf Lebensmittelfarben und haftet lange auf der Haut. Dadurch können mutmassliche Täter auch Tage nach einer Tat noch identifiziert werden.

Reaktion auf brutale Tat in Amsterdam

Erst Mitte August wurde eine junge Frau in Amsterdam auf ihrem Heimweg von einer Party brutal ermordet. Sie war mit dem Fahrrad unterwegs und konnte noch einen Notruf absetzen, bevor sie leblos in einem Gebüsch gefunden wurde. Ihr Körper war übersät mit Schnittwunden.

Ein 22-jähriger Mann steht nun unter Verdacht, sie vergewaltigt und ermordet zu haben. Nach dieser grausamen Tat erlebt das «Smurf-Spray» einen Verkaufsboom in den Niederlanden.

Besitzt du einen Pfefferspray?

Im Gegensatz zur Schweiz sind dort nämlich Pfeffersprays generell verboten und gelten als gefährliche Waffen. Wer mit einem solchen Spray erwischt wird, muss mit hohen Geldstrafen im vierstelligen Bereich oder sogar einer Haftstrafe rechnen.

Das Schlumpf-Spray bietet somit eine legale und sichere Alternative zur Selbstverteidigung in den Niederlanden. Und vielleicht bald auch in der Schweiz?

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Kommentare

User #5502 (nicht angemeldet)

Sollt man am ersten Mai in Zürich testen.

User #3854 (nicht angemeldet)

Und was mache ich, wenn mich ein blaues Alien angreift?

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