Klimawandel

    Experten: Klimawandel ist grosse Gesundheitsgefahr

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    Deutschland,

    Der Klimawandel beschleunigt sich, die Folgen sind dramatisch – beim Extremwetterkongress haben Experten ein düsteres Zukunftsbild gezeichnet.

    Der Mediziner Eckart von Hirschhausen (l.) warnte vor den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit.
    Der Mediziner Eckart von Hirschhausen (l.) warnte vor den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit. - Marcus Brandt/dpa

    Ungebremste Erderwärmung, steigender Meeresspiegel: Experten haben beim 14. Extremwetterkongress in Hamburg vor den Folgen des Klimawandels gewarnt und zum Handeln aufgerufen. «Niemals zuvor haben wir in Deutschland und weltweit ein so warmes Jahr registriert wie 2023. 2024 nimmt einen ähnlichen Verlauf», sagte Tobias Fuchs, Vorstandsmitglied beim Deutschen Wetterdienst (DWD) zum Auftakt der dreitägigen Tagung in Hamburg mit rund 700 Teilnehmern.

    Die Zahl der durch den Klimawandel bedingten Wetterrekorde erhöhte sich auch in diesem Jahr, wie die Experten mitteilten. «Der neue Rekord aufeinanderfolgender frostfreier Tage auf der Zugspitze hat sich 2024 auf 66 Tage erhöht und damit den alten Rekord um gleich 25 Tage förmlich pulverisiert.» Massive Waldbrände in den USA oder katastrophale Regenfälle im Mittelmeerraum seien konkrete Auswirkungen der Überhitzung des Planeten.

    Die Erwärmung sei unmittelbare Folge der weiter steigenden Treibhausgas-Konzentration. «Ich kann nicht mehr ausschliessen, dass wir schon 2050 die 3-Grad-Grenze erreichen», sagte Frank Böttcher, Vorsitzender der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft und Veranstalter des Kongresses.

    Meeresspiegel steigt

    Wenn sich die Erwärmung fortsetzt, sind nach Einschätzung von Experten ab 2080 Anstiegsraten beim Meeresspiegel von fünf bis sechs Zentimetern pro Jahr möglich. «Da könnte ein Meeresspiegelanstieg auf uns zukommen, der schneller ist, als alle aktuellen Planungs- und Genehmigungsverfahren für Bauprojekte», berichtete Böttcher weiter.

    Der Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen betonte, es sei eine gefährliche Illusion zu glauben, dass die Menschen sich an alles anpassen könnten. «Die Klimakrise ist mit Abstand die grösste Gesundheitsgefahr im 21. Jahrhundert.»

    Trotz der starken Klimaveränderung sollten die Menschen nicht resignieren, appellierte Fuchs vom DWD. «Wir können gegen den Klimawandel ansteuern und uns erfolgreich anpassen. Deshalb lohnt es sich, um jedes Zehntelgrad zu kämpfen.» Jeder Beitrag zähle.

    Investitionen in Klimaschutz

    Die Experten riefen dazu auf, entschlossen in Klimaschutz zu investieren. «Es ist jetzt hilfreich, wenn wir die gesicherten Fakten akzeptieren und mit diesen Erkenntnissen endlich ins Handeln kommen», forderte Meteorologe Sven Plöger. «Schliesslich wollen wir doch menschliches Leid und rapide steigende Kosten durch Unwetterschäden vermeiden.»

    Der Öffentlichkeit soll bis Freitag bei zahlreichen Veranstaltungen der aktuelle Stand der Wissenschaft vorgestellt werden. Am Donnerstag startet parallel die 1. Deutsche Klima-Management-Tagung.

    Kommentare

    User #2669 (nicht angemeldet)

    Venedig wäre schon lange versunken wenn die über 30 jährige Lüge über den Anstieg des Meeresspiegel wahr wäre

    Frieden fängt in Jedem selbst an

    Krank macht der Geldverlusst und die damit schlechtere Ernährung! Krank macht die ganze Angstmacherei! Die letzten Jahre hat der Bund so oft gewarnt das kein Mensch mehr glauben kann aber nicht Einmal gewarnt dort wo wirklich etwas passiert ist

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