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    Ex-Chef Zetsche wird doch nicht Daimler-Aufsichtsrat

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    Deutschland,

    Dieter Zetsche sollte 2021 als Vorstandsratsvorsitz zu Daimler zurückkehren. Aktionäre kritisierten den Ex-Chef jedoch. Seine Pläne haben sich nun geändert.

    Dieter Zetsche Daimler
    Der ehemalige Vorstandschef Dieter Zetsche wird nicht zu Daimler zurückkehren. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dieter Zetsche war bis 2019 Vorstandschef bei Autohersteller Daimler.
    • 2021 sollte er den Aufsichtsratsvorsitz des Konzerns übernehmen.
    • Nun zieht Zetsche sein Vorhaben zurück.

    Der frühere Vorstandschef Dieter Zetsche kehrt kommendes Jahr nicht wie geplant als Aufsichtsratschef zum Autobauer Daimler zurück. Zetsche schloss einen solchen Schritt in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» aus. «In letzter Konsequenz habe ich mich entschieden, dass ich das nicht will, dass ich darauf verzichte», sagte der 67-Jährige.

    Zetsche war von Januar 2006 bis Mai 2019 Vorstandschef beim Stuttgarter Autobauer, ehe er seinen Posten an Ola Källenius abgab. Allerdings war in den Führungsgremien verabredet worden, dass Zetsche 2021 den Aufsichtsratsvorsitz von Manfred Bischoff übernehmen sollte.

    Aktionäre kritisieren Rückkehr

    Diese Pläne stiessen allerdings zuletzt auf immer mehr Kritik bei vielen Daimler-Aktionären. Zetsche wird vorgeworfen, sich zum Ende seiner Zeit als Vorstandschef auf den Rekorden der zurückliegenden Jahre ausgeruht zu haben. Zudem soll er wichtige Weichenstellungen vor allem für den Umstieg auf die Elektromobilität verschlafen haben.

    Dieter Zetsche Daimler Mercedes
    Dieter Zetsche bei einer Automesse 2019 in Shanghai. - Keystone

    Die derzeitige Krise sei – mal abgesehen von unmittelbaren Folgen der Corona-Pandemie – hausgemacht, heisst es. Im zweiten Quartal hatte der Konzern zuletzt rund zwei Milliarden Euro Verlust eingefahren.

    Zetsche trotz Vorwürfen selbstsicher

    Zetsche sagte jetzt, er habe lange darüber nachgedacht, ob sein Entschluss, kommendes Jahr in den Daimler-Aufsichtsrat zurückzukehren, noch gelte. «Natürlich hätte ich diese Aufgabe gerne gemacht. Ich glaube auch, dass ich sie gut gemacht hätte», sagte er.

    Schlussendlich bekannte Zetsche jedoch: «Ich habe mich gefragt, ob ich wirklich dem Unternehmen einen Dienst tue. Und ob ich mir einen Gefallen tue, wenn ich diese Aufgabe jetzt übernehme.»

    Dass er – nach 40 Jahren Berufsleben – «nicht als Hoffnungsträger, sondern als Belastung angesehen werde, brauche ich nicht». Zu der Frage, wer nun statt ihm neuer Aufsichtsratschef werden könne, äusserte sich Zetsche nicht näher. «Da bin ich raus, darüber habe ich keine Entscheidungen zu treffen.»

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