Architektur

    Geely bietet E-Auto-Architektur auch anderen Herstellern an

    Keystone-SDA
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    China,

    Der chinesische Autobauer Geely will seine neue Architektur für Elektroautos auch anderen Herstellern anbieten. Der Konzern stellte die Technologie vor Beginn der Pekinger Automesse am Samstag mit dem neuen Konzeptauto «Zero Concept» seiner Tochter Lynk&Co vor.

    Der Gründer des chinesichen Autobauers Geely, Li Shufu, will die neuste E-Autotechnologie seines Konzerns auch anderen Herstellern zugänglich machen.(Archivbild)
    Der Gründer des chinesichen Autobauers Geely, Li Shufu, will die neuste E-Autotechnologie seines Konzerns auch anderen Herstellern zugänglich machen.(Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Auto habe eine Reichweite von 700 Kilometern und soll im nächsten Jahr auf den Markt kommen, teilte Geely mit.

    Derzeit würden Gespräche mit anderen internationalen Autofirmen zur Nutzung der Technologie geführt. Geely gehört unter anderem Volvo und der Konzern ist mit fast zehn Prozent an Daimler beteiligt.

    Bei der Architektur handelt es sich nicht nur um die Plattform, sondern auch um die Batterie, Software und Konnektivität, mit der andere Autobauer eigene Modelle bauen können. Gründer Li Shufu sagte, die Entwicklung der E-Auto-Architektur sei «der grösste Sprung vorwärts für Geely in mehr als einem Jahrzehnt».

    Die Innovation werde Volumen und Skalierbarkeit von Elektrofahrzeugen deutlich ausweiten. Geely wolle die Vorteile auch anderen anbieten, da die Industrie gemeinsame Interessen im Kampf gegen den Klimawandel habe.

    Die sogenannte Sea-Architektur (Sustainable Experience Architecture) soll über das ganze Portfolio von Geely mit neun Marken eingesetzt werden. Geely habe über vier Jahre 18 Milliarden Yuan, umgerechnet 2,2 Milliarden Euro, in die Entwicklung gesteckt, berichtete die Finanzagentur Bloomberg. Ein Firmensprecher sagte, Geely wolle sich damit zum «Mobilitätsdienste-Anbieter» entwickeln und die traditionelle Autoindustrie aufrütteln.

    Die Technologie sei in den Forschungszentren in China, Schweden, Deutschland und dem Vereinigten Königreich entwickelt worden. Kurzfristig dürften mehrere hunderttausend Fahrzeuge damit in China produziert werden. Langfristig solle die Zahl «erheblich gesteigert» werden, sagte der Sprecher vor der Messe, die am Samstag die Tore öffnet. Die «Auto China 2020» in Peking ist die erste grosse internationale Automesse seit mehr als einem halben Jahr.

    Die Ausstellung, die zu den grössten der Branche zählt, war im Frühjahr zunächst wegen der Pandemie verschoben worden. Da China seit Wochen kaum noch lokale Infektionen hat, kann die Messe nachgeholt werden.

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