Kallas: Deutsch-russisches Treffen verdeutlicht falsche Annahmen
Von dem Treffen des russischen Aussenministers Sergej Lawrow mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul geht nach Einschätzung von EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas ein klares Signal aus. Dieses laute, dass Moskau nicht bereit sei, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Es sei nun für jeden sehr deutlich, dass Russland überhaupt kein Interesse an Frieden habe, sagte Kallas nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. Ausserdem behandele man seinen Gesprächspartner nicht auf diese Weise. Interessant sei, dass viele Akteure ausserhalb Europas zuletzt gesagt hätten, man solle mit den Russen sprechen, und dann werde es ein Ergebnis geben.

Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul (CDU) hatte sich am Samstag am Rande der UN-Generalversammlung in New York mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow getroffen. Das erste bilaterale Treffen der Aussenminister der beiden Länder seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dauerte 20 Minuten.
In dem Gespräch ging es nach deutschen Angaben um den Ukraine-Krieg und den Fund einer mutmasslich russischen Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen. Nach Einschätzung Lawrows brachte die Unterredung nichts Neues. Er habe dem deutschen Aussenminister gesagt: «Sie hätten mich einfach anrufen und mir sagen können «Lesen Sie meine Erklärung».«










