EU

    EU-Parlament: Grünes Licht für grenzübergreifende Verfolgung

    DPA
    DPA

    Frankreich,

    Wer im Urlaub in einem anderen EU-Land geblitzt wurde, kann in Zukunft davon ausgehen, dafür in seiner Heimat zur Kasse gebeten zu werden.

    Derzeit bleiben etwa 40 Prozent der grenzüberschreitenden Verkehrsdelikte ungestraft.
    Derzeit bleiben etwa 40 Prozent der grenzüberschreitenden Verkehrsdelikte ungestraft. - Sina Schuldt/dpa

    Die länderübergreifende Verfolgung von Verkehrsverstössen hat in der EU eine weitere Hürde genommen. Das Europaparlament stimmte in Strassburg dafür, dass EU-Staaten beim Eintreiben von Geldstrafen wegen Verkehrsverstössen stärker zusammenarbeiten sollen.

    Zuvor hatten sich Unterhändlerinnen und Unterhändler des Parlaments und der EU-Staaten darauf geeinigt, Amtshilfeverfahren zwischen den Ländern zu stärken. Derzeit bleiben etwa 40 Prozent der grenzüberschreitenden Verkehrsdelikte ungestraft, wie das Parlament weiter mitteilte.

    Raser, Parksünder oder Falschfahrer

    Wenn ein Bürger oder eine Bürgerin im EU-Ausland einen Verkehrsverstoss begeht, können die Behörden des jeweiligen Heimatlandes den neuen Regeln zufolge Geldstrafen eintreiben. Das gilt demnach auch, wenn ein anderer Staat die Strafe verhängt hat. Privaten Unternehmen soll es verboten werden, Bussgelder von Ausländern einzutreiben.

    Zudem wird den Angaben zufolge eine Liste von Verkehrsverstössen erweitert, die ein grenzüberschreitendes Verfahren auslösen und zu Geldstrafen für gefährliches Fahren führen können. Neben Fehlverhalten wie zu schnellem oder betrunkenem Fahren gehören künftig auch gefährliches Parken und gefährliches Überholen sowie Fahrerflucht und Missachtung von durchgezogenen Linien zu solchen Verstössen.

    Die EU-Staaten müssen dem Vorhaben noch zustimmen. Das gilt aber als Formsache. Im Anschluss müssen die neuen Vorgaben noch in nationales Recht umgesetzt werden. Dafür ist eine Übergangsfrist von 30 Monaten vorgesehen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Vincent Ducrot SBB
    EU-Verhandlungen

    MEHR IN NEWS

    Köniz BE
    Köniz BE
    trump
    4 Interaktionen
    «Zäsur»

    MEHR EU

    Mark Carney
    44 Interaktionen
    Montreal
    Kanada EU
    11 Interaktionen
    Montreal/Brüssel
    27 Interaktionen
    Montreal/Brüssel
    Eufor Soldaten
    14 Interaktionen
    Rom/Sarajevo

    MEHR AUS FRANKREICH

    Ausschreitungen
    7 Interaktionen
    Paris
    7 Interaktionen
    Paris
    a
    21 Interaktionen
    FIA ermittelt mit KI
    a
    152 Interaktionen
    10'000 Euro