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EU: Migranten von Rettungsschiffen schnell an Land lassen

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Italien,

Vor der Küste Italiens harren weiterhin viele Migranten auf Rettungsschiffen aus, um in einen Hafen einfahren zu dürfen. Die EU-Kommission spricht nun deutliche Worte.

Italien liess gestern im Hafen von Catania mehrere Hundert Frauen, Kinder und Verletzte an Land.
Italien liess gestern im Hafen von Catania mehrere Hundert Frauen, Kinder und Verletzte an Land. - Salvatore Cavalli/AP/dpa

Die EU-Kommission dringt auf zügige Aufnahme der Migranten, die seit Tagen auf Rettungsschiffen vor der italienischen Küste festsitzen.

«Im Einklang mit den internationalen Normen sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um sicherzustellen, dass die Zeit für die an Bord dieser Schiffe verbleibenden Personen so kurz wie möglich ist», sagte eine Sprecherin der Behörde in Brüssel.

Alle zuständigen Behörden sollten zusammenarbeiten, um einen «geeigneten sicheren Ort» zu schaffen. Die Sprecherin begrüsste, dass Italien am Vorabend mehrere Hundert Frauen, Kinder und Verletzte an Land liess.

Mit Blick auf die Frage, ob es rechtens sei, nur bestimmten Menschen den Landgang zu erlauben, rief die Sprecherin alle EU-Staaten dazu auf, «Leben zu retten und dafür zu sorgen, dass sie ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen, um sicherzustellen, dass Menschen, die in Seenot geraten sind, gerettet werden». Die EU-Kommission selbst sei in derlei Fällen nicht zuständig.

Die neue Rechtsregierung in Rom hat Italiens Kurs gegenüber Seenotrettern und Schutzsuchenden deutlich verschärft. So durften mehrere Schiffe privater Rettungsorganisationen tagelang nicht in einen Hafen einfahren. Am Wochenende liessen die Behörden dann zwei Schiffe mit aus Seenot geretteten Migranten anlegen. Hilfsbedürftige, Frauen und Kinder durften von Bord. Die anderen rund 250 Menschen sollen an Bord bleiben und wieder in internationale Gewässer zurückkehren. Zudem warteten am Montag zwei weitere Rettungsschiffe vor Sizilien darauf, in einen Hafen einlaufen zu dürfen.

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