Wenige Tage vor der Klimakonferenz in Glasgow hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen dringenden Appell an die Weltgemeinschaft gerichtet.
Kommissionspräsidentin von der Leyen
Kommissionspräsidentin von der Leyen - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Mehr als 60 Unterstützer für Methan-Initiative mit Biden.

Es gehe um das «Überleben der Menschheit», sagte sie am Donnerstag in Brüssel. «Unser Ehrgeiz ist es, die Emissionen noch in diesem Jahrzehnt zu senken», sagte sie zu der am Sonntag beginnenden Konferenz COP26.

Ohne entschiedenes Handeln sei das Ziel in Gefahr, die weltweite Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, sagte von der Leyen weiter. «Je länger wir warten, desto teurer wird es», betonte sie mit Blick auf die schweren Überschwemmungen unter anderem in Deutschland in diesem Sommer.

Nach von der Leyens Angaben haben sich inzwischen mehr als 60 Länder einer neuen Initiative der EU und der USA zur Reduzierung der Methan-Emissionen angeschlossen. Von der Leyen will den Aufruf in Glasgow gemeinsam mit US-Präsident Joe Biden vorstellen und hofft dort auf weitere Unterstützer.

Die EU und die USA wollen den Methan-Ausstoss bis 2030 um mindestens 30 Prozent im Vergleich zu 2020 senken. Das Treibhausgas entsteht unter anderem in der Landwirtschaft bei der Verdauung von Rindern.

Zudem stellte von der Leyen eine Milliarde Euro für eine weltweite Initiative gegen das Waldsterben in Aussicht. Davon sollen 250 Millionen Euro dem Kongo-Becken zugute kommen, das als grüne Lunge Afrikas gilt. Die bereits 2014 gestartete Initiative will das Waldsterben bis 2030 stoppen.

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