EU-Kommission lehnt Finanzhilfen für die Türkei ab

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    Belgien,

    Die EU-Kommission hat sich kurz vor dem Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan in Deutschland gegen Wirtschaftshilfen für die kriselnde Türkei ausgesprochen.

    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede.
    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede. - AP Photo

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die EU-Kommission spricht sich gegen Wirtschaftshilfen für die Türkei aus.
    • Laut Erweiterungskommissar Johannes Hahn muss Ankara Reformen einleiten.
    • Erst wenn das Vertrauen in die Politik zurückkehre, werde wieder investiert.

    Die Türkei erhält keine Wirtschaftshilfen. «Die Situation kann nicht dadurch gelöst werden, dass die EU oder einzelne Mitgliedstaaten Hilfspakete oder Kredite an Ankara vergeben», sagte der zuständige EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn gegenüber der «Welt». Er sehe einfach keine Notwendigkeit, «dass wir hier einspringen». Die aktuellen wirtschaftlichen Probleme der Türkei seien im Grunde genommen hausgemacht.

    Erdogan trifft morgen in Deutschland ein

    Die Türkei leidet seit Monaten unter einer hohen Inflation und einem massiven Werteverfall ihrer Währung. Die angespannte wirtschaftliche Lage soll auch bei den Gesprächen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland in dieser Woche beraten werden. Erdogan trifft am Donnerstag in Deutschland ein. Das offizielle Programm des Staatsbesuchs beginnt erst am Freitagmorgen. Erdogan wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren empfangen. Am Abend soll es ein Staatsbankett geben. Erdogan trifft auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie führende deutsche Wirtschaftsvertreter.

    Hahn sagte der «Welt», die EU habe ein starkes Interesse an einer stabilen und prosperierenden Türkei. «Eine solide Geldpolitik, eine unabhängige Notenbank und die nachhaltige Wahrung demokratischer Grundsätze würden helfen, damit es mit der Wirtschaft wieder bergauf geht», betonte der Kommissar aus Österreich. Wenn Vertrauen in Politik und Wirtschaft zurückkehre, würden westliche Unternehmen auch wieder stärker in der Türkei investieren.

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