EU

EU-Chefdiplomatin will Druck auf Russland erhöhen

Keystone-SDA
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Belgien,

Russische Raketen treffen nahe der EU-Vertretung in Kiew. Die EU fordert stärkeren Druck auf Putin.

Ukraine Estonia
Die aktuellen Diskussionen über Sicherheitsgarantien für die Ukraine zur Unterstützung von möglichen Friedensverhandlungen mit Russland beschrieb Kallas als eher theoretisch. (Archivbild) - keystone

Nach dem Einschlag russischer Raketen in unmittelbarer Nähe der EU-Vertretung in Kiew wirbt die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas eindringlich für noch stärkeren Druck auf Kremlchef Wladimir Putin.

«Diese Angriffe zeigen, dass sich Putin über jegliche Friedensbemühungen einfach nur lustig macht», sagte die frühere Regierungschefin Estlands bei einem EU-Verteidigungsministertreffen in Kopenhagen. Was man nun tun müsse sei, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen.

«Genau das ist es, was sie wirklich verstehen», sagte sie mit Blick auf Putin und dessen Regierung. Als mögliche Handlungsoptionen für die EU nannte Kallas neue Sanktionen und einen Ausbau der militärischen Unterstützung für die Ukraine. Sie verwies dabei darauf, dass an einem neuen Paket mit Strafmassnahmen bereits gearbeitet wird.

Sicherheitsgarantien eher theoretisch

Dieses soll laut Kallas im Idealfall den russischen Energiesektor treffen sowie den Zugang Moskaus zu Finanzdienstleistungen und damit auch Kapital weiter einschränken. Als weitere Option nannte die Aussenbeauftragte Sanktionen gegen Unternehmen aus Drittstaaten, die von dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine profitieren.

Die aktuellen Diskussionen über Sicherheitsgarantien für die Ukraine zur Unterstützung von möglichen Friedensverhandlungen mit Russland beschrieb Kallas als eher theoretisch. Man rede über den Tag nach dem möglichen Ende des Krieges, sagte Kallas. Wenn man sich anschaue, was Putin tue, sei dieser aber nicht nah.

Bei einem massiven russischen Luftangriff auf Kiew waren am Donnerstag zuletzt mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Raketen schlugen nach Angaben aus Brüssel auch in einer Entfernung von 50 Metern von der EU-Vertretung in Kiew ein. Personal der EU-Vertretung wurde dabei nicht verletzt, es gab allerdings erhebliche Sachschäden.

Kommentare

Ular

Ein Land ist im Krieg und beschwert sich über Luftangriffe? Wie wäre es wenn die Kalla und all die Kriegstreiber der EU mal selber an der Front "die Werte des Westen" verteidigt?

User #5465 (nicht angemeldet)

was mich mehr interessieren würde, was passiert eigentlich mit den tausenden von U22 jährigen Ukainer welche aktuell das Land verlassen ( weil sie dürfen ). Werden die auch alle als Flüchtlinge mit Sonderstatus aufgenommen, oder wie?

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