EU

EU-Chefdiplomatin sammelt Vorschläge für Russland-Sanktionen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Dänemark,

Die EU-Staaten planen neue Strafmassnahmen gegen Russland, um maximalen Druck auszuüben.

Kaja Kallas
Das mutmassliche russische Eindringen in den polnischen Luftraum bezeichnet EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas als Zäsur, die nicht folgenlos bleiben darf. (Archivbild) - keystone

Deutschland und die anderen EU-Staaten sollen der EU-Kommission in den nächsten Tagen mitteilen, welche neuen Strafmassnahmen sie sich für das nächste Paket mit Russland-Sanktionen wünschen. «Ich habe die Mitgliedstaaten um ihre Vorschläge für die kommende Woche gebeten», sagte die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas nach einem EU-Aussenministertreffen in Kopenhagen. Ziel müsse es sein, mit dem neuen Paket maximalen Druck auf Russland auszuüben.

Als Optionen für neue Strafmassnahmen nannte Kallas neue Importverbote und Zölle auf russische Produkte sowie weitere Sanktionen gegen Akteure aus Drittstaaten, die von Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine profitieren. Zudem sprach sie sich für ein noch entschlosseneres Vorgehen gegen die sogenannte russische Schattenflotte zur Umgehung von Energiesanktionen sowie Russlands Ausweichen auf Kryptowährungen aus.

Auch Minister sehen keine Verhandlungsbereitschaft bei Putin

Dänemarks Aussenminister Lars Løkke Rasmussen sagte als Vertreter der aktuellen EU-Ratspräsidentschaft, aus seiner Sicht seien sich alle einig, dass Russlands Präsident Wladimir Putin derzeit versuche, Zeit zu gewinnen. «Er darf damit nicht erfolgreich sein – und die einzige Sprache, die er versteht, ist die des harten Drucks», sagte er.

Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul hatte sich am Vormittag ähnlich geäussert und ebenfalls klargemacht, dass er keine grossen Hoffnungen auf einen schnellen Erfolg der US-Bemühungen um ein Ende des Krieges in der Ukraine hat. Putin wolle nicht verhandeln und führe seinen Krieg gegen die Ukraine fort, sagte der CDU-Politiker. Deswegen müsse nun vor allem weiter der Druck erhöht werden.

Neue Dynamik durch russische Luftangriffe

Neue Dynamik in die Sanktionsdiskussion hatten zuletzt auch die jüngsten schweren russischen Luftangriffe auf Kiew gebracht. Bei ihnen wurde am Donnerstag auch die EU-Vertretung in der ukrainischen Hauptstadt schwer beschädigt.

Kommentare

User #3415 (nicht angemeldet)

NEIN wir wollen keine Sanktionen gegen Russland.Politiker sollen sich für FRIEDEN einsetzen oder abtreten

User #1670 (nicht angemeldet)

was soll denn noch so Sanktioniert werden :)))) den Ostwind vielleicht ???? dann bleiben auch die Windräder still :)))))

Weiterlesen

Kerzers
146 Interaktionen
Postauto-Brand
homeoffice
536 Interaktionen
Zum Sparen

MEHR IN NEWS

Während Corona
Sahara
15 Interaktionen
Seltenes Schauspiel
2 Interaktionen
Santa Cruz de la Sierra

MEHR EU

Vorschläge
10 Interaktionen
Brüssel
Tusk
2 Interaktionen
Warschau
Karol Nawrocki
14 Interaktionen
Warschau
5 Interaktionen
Warschau

MEHR AUS DäNEMARK

Lego
7 Interaktionen
Bausteinchen-Riese
René Redzepi Noma
2 Interaktionen
Angstkultur
schiff
1 Interaktionen
Aarhus
Noma
2 Interaktionen
Scharfe Kritik