Estland stellt die dauerhafte Befestigung eines ersten Teils der Grenze zu Russland fertig. In der aktuellen Lage sei der Grenzschutz «wichtiger denn je».
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Vor 100 Jahren proklamierte Litauen seine Unabhängigkeit von Russland. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Estland stellt den ersten Abschnitt der befestigten Grenze zu Russland fertig.
  • Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs sei der Grenzschutz «wichtiger denn je».

Estland hat nach Angaben der Polizei- und Grenzschutzbehörde einen ersten Teil seiner Grenze zu Russland dauerhaft befestigt. Der 23,5 Kilometer lange Abschnitt im Südosten des baltischen EU- und Nato-Mitglieds wurde am Donnerstag offiziell übergeben.

Damit ist Estland schneller als erwartet – die Fertigstellung war erst in einem Jahr geplant. Ein vom Grenzschutz veröffentlichtes Video zeigte einen gut zwei Meter hohen Schutzzaun, der spiralförmig mit Stacheldraht bewehrt ist. Der Grenzstreifen ist demnach auch mit modernen Überwachungssystemen ausgestattet.

«Wir leben in einer Zeit, in der Grenzsicherheit wichtiger denn je ist». So lässt sich Grenzschutz-Chef Egert Belitsev mit Blick auf Russlands Angriffskrieg in der Ukraine zitieren. Belitsev erinnerte zudem an die Lage an der EU-Aussengrenze im vergangenen Spätsommer und Herbst. In Lettland, Litauen und Polen versuchten Tausende von Migranten von Belarus aus illegal in die EU zu gelangen.

Estland hatte vor einigen Jahren damit begonnen, seine Landgrenze zu Russland zu sichern. Die estnisch-russische Grenze ist 338 Kilometer lang - sie verläuft aber zu einem grossen Teil mitten durch den Peipussee.

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