Fast zwei Monate nach der Tötung zweier Polizisten im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz sind die Ermittler zum Tatort zurückgekehrt und haben dort Schüsse nachgestellt.
Tatort bei Kusel
Tatort bei Kusel - STEIL-TV/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Schussgeräusche sollen bei Klärung von genauem Tatablauf helfen.

Am frühen Mittwochmorgen gaben Sachverständige auf der Kreisstrasse 22 bei Ulmet Schüsse mit den mutmasslichen Tatwaffen, einer Dienstwaffe und einer weiteren Vergleichswaffe ab, wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mitteilte. Ziel war es, die Schussgeräusche aufzuzeichnen und mit Erkenntnissen aus der Tatnacht abzugleichen.

Auf diese Weise könnten «bislang unklare Aspekte zur Schussabgabe und damit auch zum genauen Tatablauf» geklärt werden, hiess es. Während des von der Staatsanwaltschaft angeordneten Polizeieinsatzes wurde die Kreisstrasse gesperrt. Die Bewohner umliegender Ortschaften seien zuvor per Handzettel über die Ermittlungen informiert worden.

Die 24-jährige Polizeianwärterin und der 29-jährige Polizist waren am 31. Januar erschossen worden. Den bisherigen Ermittlungen zufolge sollte mit der Tat eine vorangegangene Wilderei verdeckt werden. Ein 38-Jähriger soll fünf Schüsse auf die beiden Beamten abgegeben haben, er wird des Mordes verdächtigt. Ein zweiter Mann kam aus der Untersuchungshaft frei, er soll an der Wilderei beteiligt gewesen sein, aber nicht an den Morden.

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