Verletzter Kormoran klopft selbst an Spital-Tür
Mit einem Angelhaken im Schnabel hat ein Vogel in Deutschland gegen die Notaufnahme geklopft. Nach einem medizinischen Eingriff flog der Patient wieder davon.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein verletzter Kormoran suchte eine deutsche Notaufnahme auf und pickte an die Tür.
- Feuerwehr und Klinikpersonal entfernten einen Angelhaken und behandelten die Wunde.
- Danach wurde der genesene Wildvogel in der Klinik-Parkanlage wieder freigelassen.
Unglaublich, aber wahr: Ein verletzter Kormoran hat am Sonntag die Notaufnahme des Klinikum Links der Weser in Bremen (D) aufgesucht.
Wie die Feuerwehr Bremen mitteilte, pickte der Wildvogel mit dem Schnabel gegen die Eingangstür. In seinem Schnabel steckte ein dreifacher Angelhaken. Mitarbeitende alarmierten daraufhin die Feuerwehr.
Einsatzkräfte und medizinisches Personal entfernten den Haken und versorgten die Wunde. Anschliessend wurde der Vogel in der Parkanlage des Klinikums wieder freigelassen.
Angelhaken können für Wasservögel lebensgefährlich sein
Kormorane sind schwarz glänzende Wasservögel mit langem Hals und hakenförmigem Schnabel. Als geschickte Taucher jagen sie vor allem Fische. Ein Angelhaken im Schnabel kann schwere Folgen haben, etwa Infektionen oder Verhungern.
Bei Anglern und Fischern sind Kormorane umstritten, da sie täglich rund ein Pfund Fisch fressen. Damit stehen sie in Konkurrenz zu Teich- und Gewässernutzern.
Bestände erholen sich – dennoch Abschüsse zur Regulierung
In den späten 1970er-Jahren galt die Vogelart in Deutschland als stark bedroht. Nach Schutzmassnahmen erholten sich die Bestände deutlich. Heute gibt es vor allem in Mecklenburg-Vorpommern wieder viele Tiere.
Jährlich werden in Deutschland Tausende Kormorane abgeschossen, um die Population zu regulieren. Europaweit wird der Bestand auf mehr als eine halbe Million Brutpaare geschätzt. Auch in der Schweiz leben Kormorane.














