Recep Tayyip Erdogan

    Erdogan gegen Kursänderung bei Raketenabwehrsystem S-400

    Keystone-SDA
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    Türkei,

    Das Nato-Mitglied Türkei will von Russland das Raketenabwehrsystem S-400 kaufen. Dies ist dem Bündnispartner USA ein Dorn im Auge.

    Türkei Russland Raketenabwehr
    Das russische S-400-Luftabwehrraketen-System. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Präsident Biden und der türkische Präsident Erdogan haben sich vor kurzem getroffen.
    • Danach sagte Erdogan, es gäbe keine «unlösbaren Probleme» zwischen den Nato-Partnern.
    • Nun schlägt er wieder schärfere Töne an.

    Kurz nach seinem Treffen mit US-Präsident Joe Biden und versöhnlicher Rhetorik hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wieder schärfere Töne in der Verteidigungspolitik angeschlagen.

    «Ich habe gesagt, erwarten Sie weder beim Thema (Kampfjet) F-35 noch beim Thema (Raketenabwehrsystem) S-400, dass die Türkei einen anderen Schritt macht», sagte Erdogan in einem Interview mit türkischen Medien in Aserbaidschan über sein Gespräch mit Biden.

    Erdogan hatte kurz nach dem Treffen mit dem US-Präsidenten noch gesagt, er glaube nicht, dass es irgendwelche «unlösbaren Probleme» zwischen den Nato-Partnern gebe. Beide Seiten sprachen später von einer positiven Atmosphäre.

    Donald Trump verhängte Sanktionen

    Wegen des Kaufs des russischen Raketenabwehrsystems S-400 durch die Türkei hatten die USA unter Bidens Vorgänger Donald Trump Sanktionen gegen den Bündnispartner verhängt. Sie fürchten, dass Russland über das empfindliche Radar des S-400-Waffensystems an Daten über die Tarnkappenfähigkeiten des Kampfjets F-35 gelangt. Deshalb hatten sie die Türkei bereits aus dem Programm ausgeschlossen.

    Ankara war Partner beim Bau des Jets und wollte zahlreiche Flugzeuge kaufen. Die Türkei hält grundsätzlich weiterhin an der Anschaffung fest.

    Der Kurs Erdogans gegenüber den USA auf dem Gipfel war einem Bericht der türkischen Zeitung Cumhuriyet zufolge auf Kritik beim Partner MHP gestossen - eine ultranationalistische Partei, ohne deren Unterstützung die regierende AKP im Parlament auf keine Mehrheit kommt.

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