Vertreter aus Politik und Gesellschaft haben der Opfer der verheerenden Erdbeben-Katastrophe vor fünf Jahren in Mittelitalien gedacht.
Amatrice
Die Überreste von Amatrice nach dem Erdbeben von 2016. (Archivbild) - Twitter/ClaudioOlivieri

Das Wichtigste in Kürze

  • Ministerpräsident Mario Draghi kam am Dienstag anlässlich der Gedenkfeier in die Gemeinde Amatrice, die zusammen mit Accumoli und Arquata del Tronto stark von den Erschütterungen verwüstet wurde.

In dem Ort in der Provinz Rieti legte Draghi einen Kranz am Denkmal für die Opfer des Bebens nieder, danach folgte ein Gottesdienst.

Es scheint, der Wiederaufbau habe endlich begonnen, sagte der Bischof von Rieti, Domenico Pompili, bei der Kirchenfeier vor wenigen Hundert Anwesenden. Es reiche aber nicht, wiederaufzubauen. Vielmehr müsse man auch eine Beziehung zwischen Mensch und Natur erschaffen.

Dies sei keine Feier, sondern eine Erinnerung an die Trauer, die die Menschen erlebt hätten, sagte der Vize-Bürgermeister Amatrices, Massimo Bufacchi, im öffentlich-rechtlichen Sender Rainews 24.

Draghi hielt keine Rede. Er war laut Medienberichten per Hubschrauber nach Amatrice geflogen. Später stand für ihn noch ein digitales Sondertreffen der G7-Staaten wegen der Lage in Afghanistan an.

Am 24. August 2016 hatte ein Erdbeben der Stärke sechs in den frühen Morgenstunden Amatrice und zahlreiche Gemeinden in der Umgebung erschüttert. Rund 300 Menschen verloren ihr Leben, Tausende wurden obdachlos. Noch heute sind die Schäden der Katastrophe von damals sichtbar. Der Wiederaufbau läuft immer noch. Es gibt Tausende Anträge auf Reparaturen und Bauarbeiten. Bislang flossen 411 Millionen Euro in den öffentlichen Wiederaufbau.

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