Entwarnung nach Berichten über Raketenstart in Richtung Zypern
Nach der Sichtung eines verdächtigen Flugobjekts aus dem Libanon kam es im Luftverkehr über Zypern zu Beeinträchtigungen. Laut Regierungssprecher Konstantinos Letybiotis blieb der Luftraum jedoch durchgehend geöffnet.

Zuvor hatten zyprische Medien, darunter auch die Cyprus Broadcasting Corporation (RIK), berichtet, der Luftraum sei vorübergehend gesperrt worden.
Die Piloten von zwei Flugzeugen seien gebeten worden, für kurze Zeit in einer Warteschleife zu bleiben, teilte der Regierungssprecher weiter mit. Einer der Piloten habe sich entschieden, nach Athen zurückzukehren, während der zweite Flug kurz darauf planmässig gelandet sei.
Ein Passagier der nach Athen zurückgekehrten Maschine berichtete griechischen Medien, der Pilot habe «militärische Gründe» für die Umkehr genannt.
Laut RIK begab sich das Personal der US-Botschaft in Nikosia vorübergehend in den Keller der Vertretung. Zwei seit Montag auf der Insel stationierte griechische F-16-Kampfjets nahmen an der Such- und Abfangaktion teil, wie RIK berichtete.
Hintergrund der erhöhten Alarmbereitschaft ist ein Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt Akrotiri nahe Limassol in der Nacht zum Montag. Zwei weitere Drohnen wurden abgefangen. Die Drohnen kamen vermutlich aus dem rund 200 Kilometer entfernten Libanon.
Mehrere Nato- und EU-Staaten verstärken nun ihre militärische Präsenz in der Region. Grossbritannien kündigte den Einsatz von Hubschraubern zur Drohnenabwehr sowie die Entsendung eines Kriegsschiffs an. Frankreich plant laut der staatlichen Nachrichtenagentur Cyprus News Agency (KYPE/CNA) die Verlegung von Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systemen sowie einer Fregatte ins östliche Mittelmeer. Griechenland hat bereits vier F-16 nach Zypern entsandt; zwei griechische Fregatten trafen am Mittwoch vor Zypern ein.










