Die Internationale Energiebehörde (IEA) fordert grössere Anstrengungen bei der Umsetzung der selbst gesteckten Klimaziele.
Solarenergie
Die allgemeine Temperatur soll nicht mehr als 1,5 Grad ansteigen. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Auch wenn die Staaten alle Klimaziele umsetzen, würde der CO2-Ausstoss nur 40% sinken.
  • Die 1,5-Grad-Grenze lasse sich mit den bereits bestehenden Mittel erreichen.

Die Internationale Energiebehörde (IEA) hat mehr Anstrengungen aller Länder zur Erreichung der selbst gesteckten Klimaziele angemahnt. Selbst wenn alle Staaten die Schritte umsetzten, würde der CO2-Ausstoss bis 2050 nur um 40 Prozent sinken.

Einschnitten bei der Luftverschmutzung stehe ein wachsender Ausstoss in Industriebereichen wie Stahl und Zement insbesondere in Schwellenländern gegenüber. Am Ende führe dies bis 2100 zu einer Erderwärmung von 2,6 Grad, weitab von den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens.

1,5 Grenze kann erreicht werden

Das Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad lasse sich dennoch mit bereits vorhandenen Mitteln erreichen. Dadurch werden auch die im Moment galoppierenden Energiekosten der Verbraucher gesenkt. Zum einen geht es um einen massiven Ausbau der sauberen Stromerzeugung mit Wind- und Solarstrom. Zum anderen geht es um den Gebrauch von Atomkraft, dort wo sie akzeptiert wird.

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Der Ausbau der Windenergie ist für die Nachhaltigkeit bezüglich Stromproduktion wichtig. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa - dpa-infocom GmbH

Zweitens könne mehr Energieeffizienz Verbrauch und Kosten für den Endnutzer senken. Bei der Nutzung von Öl- und Gas müsse alles zur Verringerung des Schadstoffausstosses getan werden. Zudem rät die IEA zu mehr Anstrengungen bei der Umsetzung von Innovationen im Bereich sauberer Energie.

Die Umweltstiftung WWF beklagte, dass zu wenig getan worden sei, um die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu beschränken. «Der Report ist ein letzter Warnruf vor der Weltklimakonferenz in Glasgow in drei Wochen. Der weltweite Klimaschutz muss deutlich ambitionierter werden», sagte WWF Deutschland-Expertin Juliette de Grandpré.

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