Drohne

Drohne stürzt in rumänischen Bauernhof – niemand verletzt

Keystone-SDA
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Rumänien,

In Rumänien ist im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine erneut eine unbewaffnete Drohne im Dorf Puiesti abgestürzt.

Ionut Mosteanu
Eine unbewaffnete Drohne stürzte im ostrumänischen Dorf Puiesti in den Garten eines Bauernhauses, bestätigte Verteidigungsminister Mosteanu. (Archivbild) - keystone

In Rumänien ist erneut im Kontext des russischen Angriffskriegs auf das Nachbarland Ukraine eine Drohne abgestürzt.

Das Objekt, das keine Waffen an Bord hatte, fiel im ostrumänischen Dorf Puiesti in den Garten eines Bauernhauses, wie Verteidigungsminister Ionut Mosteanu gegenüber Medien bestätigte. Verletzt wurde dabei niemand. In dem Haus lebte eine Frau mit ihrem Kind, berichteten rumänische Medien.

Ob es sich um eine russische Drohne handelt, sagte der Minister nicht. Experten der Armee, Polizei und Geheimdienst untersuchen nun die Trümmer. Puiesti liegt etwa 60 Kilometer von Rumäniens Grenze zur Republik Moldau entfernt. So nahe von menschlichen Siedlungen und so tief im Landesinneren hat es in Rumänien bisher in diesem Zusammenhang keinen Drohnen-Vorfall gegeben.

Drohne aus Krim stürzt ab

Die abgestürzte Drohne war vermutlich durch die benachbarten Republik Moldau nach Rumänien gelangt. In Moldau informierte das Verteidigungsministerium über sechs eingedrungene Drohnen, von denen eine weiter in Richtung Rumänien flog. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge waren die Drohnen von der russisch kontrollierten Schwarzmeerhalbinsel Krim gestartet worden.

Bereits Stunden vor dem Absturz hatte Rumäniens Armee zweimal an der Grenze zur Ukraine Drohnen auf dem Radar gesichtet: Zunächst eine nahe dem Dorf Periprava an der Donau im äussersten Osten, die zweite Drohne eine gute halbe Stunde später nahe der Industriestadt Galati, mehr als 100 Kilometer weiter westlich. Vier Kampfjets, davon zwei Eurofighter der deutschen Luftwaffe, stiegen paarweise zu je einer Beobachtungsmission auf.

Rumänien darf Drohnen nun abschiessen

Minister Mosteanu sagte, die abgestürzte Drohne sei «sehr wahrscheinlich» diejenige, die vorher gesichtet worden war. «Ich hätte mir gewünscht, dass sie abgeschossen wird», sagte er weiter. Erst seit Kurzem darf Rumäniens Armee nach einer Gesetzesänderung in Friedenszeiten – also ohne offizielle Kriegserklärung – unbemannte Flugkörper abschiessen, die den Luftraum des Landes verletzen.

Die Entscheidung für oder gegen einen Abschuss von Drohnen darf der Pilot der Beobachtungsmission treffen, ohne dafür in der höheren Armeeführung eine Genehmigung einzuholen. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind bereits 40 Mal Drohnentrümmer auf rumänischem Territorium gelandet, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Bukarest.

Kommentare

User #1928 (nicht angemeldet)

Europäische Werte wie Unschuldsvermutung total vergessen. Erst mal die Untersuchungen abwarten. UA und RUS haben die gleichen Systeme

User #6430 (nicht angemeldet)

Das wird wohl aufhören sobald die Nachschubwege Russlands über die Krimbrücke pulverisiert wurden.

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