Am Dienstag haben die spanische Seenotrettung und die Polizei weiter nach drei vermissten Migranten gesucht. Diese waren auf einem Boot in Seenot geraten.
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Dutzende Migranten wurden bei mehreren Einsätzen im Mittelmeer geborgen. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Nähe von Mallorca im Mittelmeer werden weiterhin drei vermisste Migranten gesucht.
  • Die restlichen 14 Männer konnten gerettet werden.
  • In diesem Jahr erreichten bereits mehr als 27’000 Migranten Spanien.

Im Mittelmeer südlich von Mallorca haben die spanische Seenotrettung und die Polizei am Dienstag weiter nach drei vermissten Migranten gesucht. Ein Schiff und ein Hubschrauber seien dafür im Einsatz, teilte die Vertretung der spanischen Zentralregierung auf Mallorca mit. Wie lange die Suche noch fortgesetzt werden solle, war zunächst unklar.

Die drei Vermissten gehörten zu einer Gruppe von insgesamt 17 Männern. Sie waren bei stürmischem Wetter mit ihrem kleinen Boot auf dem Weg von Algerien zu der Baleareninsel in Seenot geraten. Dies sagte ein Sprecher der Vertretung der Zentralregierung weiter.

Die anderen 14 Männer hatten gerettet werden können. Einer von ihnen befand sich am Dienstag noch in einem Krankenhaus.

Tausende Migranten erreichen Spanien

Aufgrund eines Irrtums hatte die Vertretung der Zentralregierung am Montag zunächst mitgeteilt, elf der Männer seien ertrunken. Diese Angabe wurde später korrigiert.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR erreichten dieses Jahr bis Mitte September mehr als 27’000 Migranten Spanien. 1’500 von ihnen die Balearen, zu denen auch Mallorca gehört. Dabei starben nach Angaben der UN-Organisation für Migration (IOM) bis Mitte des Jahres auf der Route mindestens 149 Menschen. Die Dunkelziffer dürfte indes höher liegen, weil einige der Unglücke auf See gar nicht bekannt werden.

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