Draghi unterstreicht Impfziel: 70 Prozent weltweit bis Mitte 2022

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    Italiens Ministerpräsident hat das Ziel bekräftigt, bis zur Mitte des nächsten Jahres mehr als zwei Drittel der Welt gegen das Coronavirus zu impfen.

    Mario Draghi Coronavirus Impfstoff
    Unter Mario Draghi wird der Export von Impfstoffen aus der EU zu Drittstaaten zum ersten Mal gestoppt. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mario Draghi kritisierte die grossen Unterschiede bei den Impffortschritten.
    • Er bekräftige jedoch das Ziel, zwei Drittel der Welt bis Mitte 2022 geimpft zu haben.

    Italiens Ministerpräsident Mario Draghi hat als Vorsitzender der G20-Länder das Ziel bekräftigt, bis zur Mitte des nächsten Jahres mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen. Man sei nah dran, das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erreichen, bis Ende Dezember 40 Prozent der Menschen zumindest eine Impfdosis zu geben, sagte Draghi in seiner Auftaktrede zum G20-Gipfel am Samstag in Rom. «Nun müssen wir alles tun, um bis Mitte 2022 70 Prozent zu erreichen.»

    Draghi kritisierte die grossen Unterschiede bei den Impffortschritten. Während in reichen Staaten rund 70 Prozent der Einwohner mindestens einmal geimpft seien, falle die Quote bei den ärmsten Ländern auf drei Prozent. Diese Unterschiede seien «moralisch nicht akzeptabel» und «untergraben» den weltweiten Kampf gegen die Pandemie, sagte er.

    Generell warb Italiens Regierungschef stark für mehr internationale Kooperation bei den drängenden Problemen. Schon vor der Corona-Zeit hätten Protektionismus und Nationalismus zugenommen, bemängelte er. «Im Hinblick auf alle unseren Herausforderungen wird immer klarer, dass Multilateralismus die beste Antwort auf die Probleme ist, die wir heute haben. In vielerlei Hinsicht ist es die einzige Antwort.»

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