Deutschland stockt seine humanitäre Hilfe für Notleidende in Afghanistan um 500 Millionen Euro auf.
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Die Hauptstadt Kabul wird nicht mehr von der Regierung in Afghanistan kontrolliert. (Archivbild) - dpa

Das kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag nach einer G7-Videokonferenz an. Bereits vor wenigen Tagen hatte die Bundesregierung 100 Millionen Soforthilfe für die Versorgung von Flüchtlingen in und um Afghanistan zugesagt, die ausschliesslich über humanitäre Hilfsorganisation geleistet werden soll. Die 500 Millionen kommen nun hinzu.

Die Bundesregierung hatte die Hilfsgelder für Entwicklung und Stabilisierung des Landes nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban eingefroren, die humanitäre Hilfe aber weiterlaufen lassen.

Bei der humanitären Hilfe geht es um die Versorgung Notleidender, etwa mit Lebensmitteln, Medikamenten oder Not-Unterkünften. Entwicklungshilfe wird vor allem für Infrastrukturprojekte gezahlt. Insgesamt waren ursprünglich für dieses Jahr Hilfen von 430 Millionen Euro vorgesehen, davon 250 Millionen Euro Entwicklungshilfe.

In diesem Jahr alleine sind UN-Angaben zufolge bis Anfang August fast 400 000 Afghanen im Land vor Gefechten und Kämpfen innerhalb des Landes geflohen. Insgesamt gibt es fünf Millionen Menschen, die nicht in ihre Heimatdörfer und -städte zurückkehren konnten.

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