Deutschland: Rund 2,5 Millionen Euro bei Rocker-Razzia gesichert
Bei den Razzien gegen «Hells Angels»-Rocker im Westen Deutschlands haben die Ermittlungsbehörden Vermögenswerte von bis zu 2,5 Millionen Euro sichergestellt.

Das sagte der Innenminister des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, vor Journalisten in Düsseldorf. Laut Reul hatten Ermittlungen zu organisierter Kriminalität zu dem «Hells Angels»-Ableger in der Stadt Leverkusen geführt. Der war vor der Razzia verboten worden.
Es gebe 44 Beschuldigte im Alter von 21 bis 59 Jahren, so Reul. Der Präsident des relativ neu gegründeten Chapters Leverkusen wurde festgenommen, gegen ihn liegt laut Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl vor. In der Werkstatt des Präsidenten in Langenfeld habe man zahlreiche Motorräder der Marke Harley-Davidson gefunden, sagte Reul. Man kläre nun, wem die gehören. Ausserdem habe man Waffen gefunden und ein Bankschliessfach in Lünen durchsucht.
«Erste Hinweise lassen auch auf einen profitorientierten Anbau von Betäubungsmitteln schliessen», erklärte der Minister. Rockerclubs hätten nichts mit «Motorradromantik» zu tun, so Reul. Vielmehr gehe es um organisierte Kriminalität, Drogenhandel, Waffen oder Schutzgelderpressung. Wenn man da mitmache, müsse man damit rechnen, «dass die Polizei morgens im Schlafzimmer steht. Nicht als Gast, sondern mit einem Durchsuchungsbeschluss.»














